US-Regierung lässt geplante Qualcomm-Übernahme durch Broadcom prüfen

    6. März 2018, 09:51
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    117 Milliarden Dollar-Angebot wird geprüft

    Die US-Regierung hat eine Überprüfung des 117 Milliarden Dollar schweren Gebots des Chipherstellers Broadcom aus Singapur für den US-amerikanischen Anbieter Qualcomm angeordnet. Dieser ungewöhnliche Schritt schürte Bedenken, dass die Mega-Übernahme am Ende nicht genehmigt werden könnte. Die Broadcom-Aktien gingen am Montag mit einem Abschlag von 1,6 Prozent aus dem Handel. Die Papiere von Qualcomm verloren 1,3 Prozent.

    Angst vor Übernahme?

    Das zuständige US-Sicherheitsgremium CFIUS schaut sich normalerweise keine geplanten Deals an, sondern geht erst nach der Unterzeichnung einer Fusion in die Prüfung. Das Vorgehen wird als Hinweis darauf gewertet, dass die USA Angst darum haben, dass ihre heimische Halbleiter-Technologie durch die Übernahme des Konzerns aus Singapur gefährdet ist. Nach Reuters-Informationen plant Broadcom deswegen auch, seinen Hauptsitz in die USA zurückzuverlagern. Im Zuge einer CFIUS-Anordnung verschob Qualcomm seine Hauptversammlung um rund einen Monat auf den 5. April, damit das Gremium Zeit für seine Überprüfung hat.

    Die Chipbranche wird gerade von einer Konsolidierungswelle überrollt. Forschung und Entwicklung – auch angesichts neuer notwendiger Halbleiter für die 5G-Technologie – werden für die Anbieter immer teuer. In diesem Bereich gilt Qualcomm als einer der größten Konkurrenten von Huawei aus China. Insider befürchten, dass Broadcom nach der Übernahme Teile von Qualcomm an Huawei verkaufen könnten. (Reuters, 6.3.2018)

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