Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung in Causa Astori

    6. März 2018, 17:44
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    Landesweite Trauer um den Fiorentina-Kapitän, Obduktion deutet auf natürlichen Tod hin

    Udine – Nach dem Tod des italienischen Nationalspielers Davide Astori hat die Staatsanwaltschaft von Udine Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen. "Wir müssen ergründen, ob Astoris Tod ein tragischer Vorfall ist, oder ob jemand hätte bemerken sollen, wie es um ihn gesundheitlich stand", sagte Staatsanwalt Antonio De Nicolo laut Medienangaben. Im Moment gebe es noch keine Verdächtigen.

    Die Obduktion am Dienstag ergab, dass der Kapitän des Erstligisten AC Florenz nach einem Herzstillstand verstarb. Im Anschluss gab die Staatsanwaltschaft von Udine die Genehmigung für die Rückgabe der Leiche an die Familie. Die Untersuchung habe ergeben, dass sich das Herz des Fiorentina-Kapitäns verlangsamt und schließlich nicht mehr geschlagen habe, berichtete die Nachrichtenagentur Ansa unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft.

    Für eine definitive Diagnose sei eine tiefergehende Untersuchung der Gewebeproben erforderlich, schrieb die "Gazzetta dello Sport". Bisher weise aber nichts auf "andere Ursachen als die eines natürlichen Todes" hin, wurde Staatsanwalt Antonio De Nicolo zitiert. Ein abschließendes Ergebnis werde in 60 Tagen erwartet.

    Schweigeminute und Trauerflor

    Alle Auswahlmannschaften des Fußballverbands FIGC werden in den kommenden Tagen als Zeichen der Trauer in ihren Spielen Schweigeminuten einlegen und mit Trauerflor antreten, teilte der Verband mit. Den Anfang habe Italiens U19-Team der Frauen gemacht, das am Sonntag gegen Norwegen mit Trauerflor spielte.

    Astori war am Sonntag im Alter von 31 Jahren in einem Hotel in Udine tot aufgefunden worden. Er war nach Angaben der Behörden an einem plötzlichen Herzstillstand gestorben. Der Verband hatte daraufhin alle Sonntagsspiele der Serie A und der Serie B abgesagt. Die Fiorentina wird am Dienstag wieder das Training aufnehmen, teilte der Klub mit. (sid, red, 5.3.2018)

    • Florenz verabschiedet sich.
      foto: ap/degl'innocenti

      Florenz verabschiedet sich.

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