Internationaler Frauentag: Wofür lohnt es sich zu kämpfen?

    User-Diskussion8. März 2018, 06:00
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    8. März – Zeit, Bilanz zu ziehen. Was wurde erreicht, was fehlt noch zur gleichberechtigten Gesellschaft? Bei welchen Ungerechtigkeiten stehen Sie auf?

    Frauentag ist Kampftag. Kampf für Gleichberechtigung und Gleichstellung. Auch wenn sich in den vergangenen Jahren vieles getan hat – eine tatsächlich gleichberechtigte Gesellschaft gibt es noch immer nicht. Das zeigt auch der Erfolg des Frauenvolksbegehrens. 200.000 Menschen haben die Unterstützungserklärung bereits abgegeben und zeigen damit, dass es im Bereich Frauenpolitik noch einiges zu tun gibt. Bereits vor 20 Jahren gab es so ein sehr erfolgreiches Frauenvolksbegehren. Forderungen nach gleichem Lohn für gleiche Arbeit waren unter anderem darin enthalten, und diese Forderung ist leider auch nach so vielen Jahren noch notwendig.

    Aber wofür lohnt es sich zu kämpfen?

    Frauenrechte sind Menschenrechte, schreibt Userin "k_otin" im STANDARD-Forum:

    In vielen Bereichen gibt es noch immer keine Gleichberechtigung und Gleichstellung. Sei es in der Arbeitswelt, wo es um Lohngerechtigkeit und Machtverteilung geht oder um die Vereinbarkeit von Karriere und Familie. Aber auch Gewaltschutz, Armutsbekämpfung und Selbstbestimmung sind zentrale Punkte, um Frauen eine gleichberechtigte Teilhabe zu ermöglichen. So berichten vielfach Frauen aus der Arbeitswelt, dass sie es leid sind, dass Männer im Job bevorzugt behandelt werden. Dabei geht es um Meetings, wo das Wort des Kollegen mehr Gewicht hat als das der Kollegin, oder die Bereitschaft des Chefs, dem Kollegen ein Projekt anzuvertrauen, weil davon ausgegangen wird, dass dieser keine Betreuungspflichten gegenüber Kindern zu erfüllen hat.

    Sichtbarmachen und Gesetze

    Auch das gesamtgesellschaftliche Bild, was Aufgaben von Frauen und Männern seien, wird vielfach kritisiert. So übernehmen noch immer mehr Frauen unbezahlte Care-Arbeiten. Leistungen von Frauen werden oft nicht im gleichen Ausmaß gewürdigt wie die der Männer, und es fehlt die öffentliche Anerkennung und das Sichtbarmachen dieser Leistungen. Demnach gibt es noch viele Punkte, wo Frauen nicht die die gleichen Chancen haben und es sich daher lohnt, dafür aufzustehen und zu kämpfen.

    User "Intrinsic Field" schlägt vor, den Frauentag zum Legislativentag zu machen. Jedes Jahr am 8. März soll demnach ein Gesetz zur Förderung der Gleichberechtigung beschlossen werden:

    Wofür kämpfen Sie?

    Wo sehen Sie noch großen Aufholbedarf für eine gleichberechtigte Gesellschaft? In welchen Bereichen haben Sie Diskriminierung schon beobachtet oder persönlich erfahren? Und wofür lohnt es sich aufzustehen und zu kämpfen? (haju, 8.3.2018)

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