Kaiser kann sich "keine Burschenschafter" als Bedingung für Rot-Blau vorstellen

    5. März 2018, 07:29
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    Der Kärntner Landeshauptmann und Wahlsieger will aber keine Präferenz für eine Koalition nennen

    Klagenfurt/Wien – Peter Kaiser glaubt nicht, dass es eine Koalition gegen ihn geben wird: Im Ö1-"Morgenjournal" gab sich der Kärntner Landeshauptmann (SPÖ) und Sieger der Landtagswahl vom Sonntag in dieser Frage gelassen. Auch wenn die übrigen Parteien im Landtag – FPÖ, ÖVP und Team Kärnten – zusammen eine Mehrheit gegen seine SPÖ hätten, würde eine solche Koalition "dem Wählerwillen eklatant widersprechen", sagte Kaiser am Montag.

    Der SPÖ-Chef kündigte Gespräche mit allen Parteien an – zuerst mit den nicht im Landtag vertretenen, darunter fallen auch Grüne und Neos. Im Anschluss will er mit allen übrigen Landtagsparteien Gespräche über eine Koalition aufnehmen. Kaiser braucht nur einen Partner für eine Mehrheit im Landtag. "Ganz objektiv gesehen gibt es für jede Koalition mehrere gute Begründungen", sagte er in Ö1. Am Ende werde der Parteivorstand entscheiden, er wolle aber "innerhalb der in der Verfassung vorgeschriebenen sechs Wochen eine Regierung vorstellen".

    Auch eine Koalition mit der FPÖ schloss Kaiser nicht aus. In diesem Fall sei aber die Bedingung, dass die Blauen keine Burschenschafter in die Regierung entsenden, für ihn "sehr gut vorstellbar", sagte Kaiser auf Nachfrage. (red, 5.3.2018)

    • Peter Kaiser braucht nur einen Koalitionspartner und kann aus drei Parteien wählen.
      foto: apa/georg hochmuth

      Peter Kaiser braucht nur einen Koalitionspartner und kann aus drei Parteien wählen.

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