Al-Kaida-Ableger reklamiert Angriffe in Burkina Faso für sich

3. März 2018, 21:25
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Vergeltung für Tötung einer ihrer Anführer durch französische Kräfte

Ouagadougou – Zu den tödlichen Angriffen auf das Armeehauptquartier im westafrikanischen Burkina Faso sowie auf die französische Botschaft in der Hauptstadt Ouagadougou hat sich die Jihadistengruppe JNIM bekannt.

Dabei sei es um Vergeltung für den französischen Militäreinsatz im Nachbarland Mali gegangen, heißt es in einer Erklärung der "Gruppe für die Unterstützung des Islam und der Muslime" (Jama?a al-Nusrat al-Islam wa al-Muslimin), die die private mauretanische Agentur Al-Akhbar am Samstag verbreitete.

Rache für Tod mehrerer Anführer

Die Angriffe seien die "Antwort" auf den Tod mehrerer JNIM-Anführer bei einem französischen Militäreinsatz im Norden Malis vor zwei Wochen, zitierte Al-Akhbar aus der Erklärung. Die JNIM wird von dem malischen Touareg Iyad Ag Ghaly angeführt.

Die Angreifer in Ouagadougou hatten am Freitag das Armeehauptquartier sowie die französische Botschaft in der Hauptstadt Ouagadougou attackiert. Dabei wurden acht Sicherheitskräfte sowie acht Angreifer getötet.

Augenzeugen berichteten von bewaffneten Männern, die im Zentrum der Stadt aus einem Auto gesprungen seien und das Feuer auf Passanten eröffnet hätten. Dann seien sie Richtung französische Botschaft gestürmt. Zeitgleich sei eine Autobombe vor dem Hauptquartier der Armee und dem benachbarten französischen Kulturzentrum explodiert.

Burkina Fasos Nachbarland Mali war durch einen Militärputsch im März 2012 ins Chaos gestürzt. Die ehemalige Kolonialmacht Frankreich griff im Jänner 2013 militärisch ein, um das Vorrücken von Islamisten und Tuareg-Rebellen vom Norden in den Süden Malis zu stoppen und die geschwächten Regierungstruppen zu unterstützen. Bis heute sind zahlreiche französische Soldaten in Mali stationiert. (APA/Reuters, 3.3.2018)

  • Ein ausgebranntes Fahrzeug zeugt vor der französischen Botschaft in Ouagadoudou vom Anschlag am Freitag.
    foto: apa/afp/ouoba

    Ein ausgebranntes Fahrzeug zeugt vor der französischen Botschaft in Ouagadoudou vom Anschlag am Freitag.

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