Altach gewinnt nach Rückstand gegen St. Pölten

3. März 2018, 20:26
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Schlusslicht liegt damit weiter zehn Punkte hinter dem Neunten WAC

St. Pölten – Der SKN St. Pölten ist am Samstag in der Fußball-Bundesliga dem rettenden Ufer nicht näher gekommen. Das Schlusslicht kassierte gegen den SCR Altach eine bittere 1:2-Heimniederlage und liegt damit weiterhin zehn Punkte hinter dem Neunten WAC.

Daniel Schütz hatte die Gastgeber in der 52. Minute in Führung gebracht. Die Tore von Hannes Aigner in der 70. und Samuel Oum Gouet in der 89. Minute brachten aber noch die Wende zugunsten der Vorarlberger.

In der ersten Hälfte hielten sich die Höhepunkte noch in engen Grenzen, wobei die Gäste immerhin Halbchancen verzeichneten. In der 16. Minute flog ein Weitschuss von Patrick Salomon ans Außennetz, sieben Minuten später landete ein Kopfball von Louis Ngwat-Mahop in den Armen von St. Pöltens Goalie Filip Dmitrovic. Der Schlussmann war auch in der 42. Minute bei einem Schuss von Adrian Grbic zur Stelle.

Nach dem Seitenwechsel präsentierten sich die Hausherren zunächst deutlich engagierter. Bei einem Kopfball von Michael Huber in der 52. Minute musste sich Altach-Keeper Martin Kobras strecken. Nach dem darauffolgenden Corner kam es zu einem Gestocher – Schütz nutzte die Gelegenheit, schupfte den Ball über die Vorarlberger Abwehrspieler und stellte volley auf 1:0.

David Atanga ließ in der 61. Minute die Gelegenheit auf das zweite Tor für St. Pölten aus, als er aus aussichtsreicher Position deutlich verzog. In der Folge wurde Altach stärker: Zunächst scheiterte Christian Gebauer per Kopf noch an Dmitrovic (63.), dann aber zog der kurz zuvor eingewechselte Aigner von der Strafraumgrenze ab und traf mit einem Flachschuss.

Im Finish sahen die knapp 1.500 Zuschauer eine ausgeglichene Partie, wobei St. Pölten mit einer Schiedsrichter-Entscheidung haderte. Roope Riski traf in der 75. Minute zum vermeintlichen 2:1, das Tor wurde allerdings wegen Abseits aberkannt – offenbar zu Unrecht, wie die TV-Zeitlupe zeigte. So gelang den Altachern in der 89. Minute noch der Lucky Punch. Oum Gouet versuchte sein Glück aus knapp 30 Metern, und der Ball fand den Weg ins Netz. Damit glückte Altach nach fünf Partien wieder ein Sieg. (APA, 3.3.2018)

Bundesliga – 25. Runde:

SKN St. Pölten – SCR Altach 1:2 (0:0)
St. Pölten. NV-Arena, 1.447, SR Eisner

Torfolge:
1:0 (52.) Schütz
1:1 (70.) Aigner
1:2 (89.) Oum Gouet

St. Pölten: Dmitrovic – Rasner, Huber, Luan, Wessely – Ambichl, Hofbauer – Schütz, Atanga, Keles (86. Balic) – Riski (78. Pak)

Altach: Kobras – Lienhart, Zech, Netzer, Schreiner – Oum Gouet, Salomon – Gebauer, Ngwat-Mahop (63. Aigner), Otubanjo (82. Zwischenbrugger) – Grbic

Gelbe Karten: Schütz, Balic bzw. Grbic, Otubanjo, Zech

Stimmen

Oliver Lederer (Trainer St. Pölten): "Das war heute kein Leckerbissen. Wir haben uns gut dagegengestemmt. Nach dem 1:0 hätten wir unsere Chancen nützen müssen. Wir gehen heute nicht als verdienter Verlierer vom Platz. Wir hätten es heute noch einmal ein bisschen spannend machen können."

Klaus Schmidt (Trainer Altach): "Die erste Hälfte war sehr ausgeglichen. Nach dem Gegentor haben wir mehr Risiko genommen. Durch die Auswechslungen haben wir das Spiel dann sehr effektiv gewonnen. Zu Hannes Aigner muss man sagen, Spieler die mit fast 37 Jahren so fit sind und so eine Wucht haben, sind extrem selten. Wenn wir ihn brauchen, ist er immer da. Er ist ein Spieler, der für uns immens wichtig ist."

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