ÖSV-Quartett in Lahti nahe am Podest

    3. März 2018, 18:17
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    Deutschland gewinnt vor Polen und Norwegen – ÖSV-Springer rangierten lange Zeit auf Podestkurs

    Lahti – Österreichs Skispringer haben am Samstag den Sprung aufs Podest beim Teambewerb in Lahti knapp verpasst. Stefan Kraft, Gregor Schlierenzauer, dem im Vergleich zum Olympia-Bewerb ins Team gerückten Clemens Aigner und Michael Hayböck fehlten diesmal nur 8,1 Punkte auf das Podest. Deutschland feierte in dieser Saison den Premierensieg vor Polen und Olympiasieger Norwegen.

    Zwischenzeitlich auf Platz zwei

    Lange Zeit sah es nach dem erhofften Befreiungsschlag für die ÖSV-Springer aus. Nach sechs Sprüngen lag man nach starker Vorstellung von Startspringer Stefan Kraft (126,5/130,5 m) und Gregor Schlierenzauer (120,5/124,5) sogar auf dem zweiten Platz. Aigner verpatzte allerdings seinen zweiten Versuch und landete bei nur 113 Metern.

    "Es tut mir leid fürs Team. Lieber hätte ich einen guten Sprung gemacht. Ich habe ein Timing-Problem. Ich bin immer zu früh am Weg, dann fehlen halt ein paar Meter", zeigte sich der 25-Jährige im ORF-Interview zerknirscht.

    Schlussspringer Michael Hayböck konnte die aufgegangene Lücke gegen den Norweger Robert Johansson nicht mehr schließen. Trotz Enttäuschung überwog bei den Österreichern aber Zufriedenheit über den deutlich verringerten Abstand zur Spitze. In Südkorea hatte man noch beinahe 100 Punkte Rückstand auf Bronze gehabt.

    "Ich merke, dass ich mit kleinen Fehlern dabei bin. Ohne Fehler kann es ganz weit nach vorne gehen. Das ist ein gutes Gefühl", sagte Hayböck. Dass der Rückstand knapp ausfiel, hat allerdings auch mit einem Aussetzer von Daniel Andre Tande zu tun. Der Norweger stürzte im ersten Durchgang auf 101 Meter ab.

    Ähnlich wie bei Hayböck überwog bei Kraft und Schlierenzauer das positive Gefühl nach den gezeigten Leistungen. "Heute hat es viel mehr Spaß gemacht. Endlich ist mal wieder die Post abgegangen", freute sich Kraft über seine Sprünge. "Wir wissen jetzt, dass wir es drauf haben."

    Auch Schlierenzauer wollte das Positive in den Einzelbewerb am Sonntag mitnehmen. "Es hat mir Selbstvertrauen gegeben, weil der Abgang vom Tisch immer besser wird. In der Luft hab ich schon noch eine Challenge", so der Tiroler. "Skispringen ist eine sehr sensible, komplexe Sportart. Wenn man die richtigen Schrauben dreht, kann es schnell nach vorne gehen."

    Deutsche Dominanz

    Mit dem Sieg hatten die ÖSV-Adler zu keinem Zeitpunkt zu tun. Karl Geiger, Markus Eisenbichler, Richard Freitag und Andreas Wellinger dominierten die Konkurrenz von Beginn an. Selbst nach einer missglückten Eisenbichler-Landung im zweiten Durchgang geriet die Führung der Deutschen nicht in Gefahr. (APA, 3.3.2018)

    Ergebnis Teamspringen in Lahti:

    1. Deutschland (Karl Geiger 130/127,5 – Markus Eisenbichler 125,0/130,0 – Richard Freitag 121,0/125,5 – Andreas Wellinger 124,0/127,0) 1.124,5

    2. Polen (Maciej Kot 129,0/126,5 – Stefan Hula 118,5/122,0 – Dawid Kubacki 119,0/125,5 – Kamil Stoch 127,5/131,0) 1.113,2

    3. Norwegen (Andreas Stjernen 125,5/130,5 – Daniel Andre Tande 101,0/125,0 – Johann Andre Forfang 125,5/127,5 – Robert Johansson 125,5/126,5) 1.082,6

    4. Österreich (Stefan Kraft 126,5/131,0 – Gregor Schlierenzauer 120,5/124,5 – Clemens Aigner 118,0/113,0 – Michael Hayböck 123,0/125,0) 1.074,5

    5. Japan 1.052,6

    6. Slowenien 991,0

    7. Schweiz 931,0

    8. Russland 833,1.

    Weiter (nicht im 2. Durchgang):
    9. Finnland 402,2 – 10. Italien 395,6 – 11. USA 335,5 – 12. Kasachstan 219,6

    Nationenwertung (nach 21 von 31 Bewerben): 1. Norwegen 4.449 – 2. Deutschland 4.290 – 3. Polen 3.764 – 4. Österreich 2.330 – 5. Slowenien 2.060 – 6. Japan 1.749 – 7. Schweiz 744 – 8. Russland 181 – 9. Finnland 119 – 10. Tschechien 95

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