Rapid sieht sich in Salzburg nicht als Favorit

4. März 2018, 15:07
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Hütteldorfer warten seit zehn Spielen auf ein Erfolgserlebnis gegen den Meister – Sportchef Bickel: "Salzburg eine Klasse für sich" – RB-Trainer Rose erwartet trotzdem eine große Herausforderung"

Wien – Rapid absolviert am Sonntag eines von wenigen Spielen im Jahr, in denen von den Hütteldorfern kein Sieg erwartet wird. Im Auswärtsmatch der 25. Fußball-Bundesliga-Runde gegen den überlegenen Spitzenreiter Red Bull Salzburg gelten die Grün-Weißen als Underdog – und fühlen sich in dieser Position laut Sport-Geschäftsführer Fredy Bickel durchaus wohl.

Beim Schweizer lebt die Hoffnung auf den ersten Pflichtspiel-Sieg über den Serienmeister nach zehn erfolglosen Versuchen. "Wir haben schwierige Zeiten durchgemacht, aber der Trend zeigt jetzt in die richtige Richtung. Ich hoffe schon, dass ohne Druck das Fußballerische zurückkommt und wir einen harten Widersacher abgeben", sagte Bickel.

Die Salzburger führen in der Tabelle zehn Punkte vor Sturm Graz, stehen im Europa-League-Achtelfinale und sind seit 29 Bewerbspartien ungeschlagen, das nötigt (nicht nur) Bickel Respekt ab: "Die Favoritenrolle ist klar vergeben. Salzburg ist eine Klasse für sich."

Trotzdem stimmen ihn und auch Goran Djuricin die beiden Siege gegen den LASK und Ried optimistisch. "Dadurch reisen wir mit einem durchaus großen Selbstvertrauen an. Wir wissen ja, dass wir es können und haben auch im letzten Duell in Salzburg gezeigt, dass mit uns immer zu rechnen ist, als wir erst kurz vor Schluss den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen mussten", wurde der Coach in einer Aussendung zitiert.

In der Ruhe soll die Kraft liegen

Man wolle "ohne zu großen Respekt in die Partie gehen, auch wenn wir um die Qualität des Gegners wissen." Man wolle alles investieren, was nur geht, so Djuricin. Die Vorgaben lauten wie folgt: "Bälle in den eigenen Reihen halten, Chancen herausspielen und diese nützen und Salzburg nicht ins Pressing kommen lassen".

Zudem setzt Djuricin auf die zuletzt gestiegene Treffsicherheit seines Offensivduos Joelinton und Giorgi Kvilitaia. "Das ist die Effizienz vor dem Tor, die wir uns erwarten. Ich hoffe, dass der Knopf aufgegangen ist, aber sie müssen, wie alle anderen Spieler auch, jetzt jede Woche nachsetzen und dranbleiben", forderte der 43-Jährige.

Rapid ist personnel gut aufgestellt, mit Ausnahme der noch länger verletzten Stefan Schwab, Christopher Dibon und Ivan Mocinic sind alle Spieler fit. Louis Schaub steht nach überstandener Muskelblessur wieder im Mannschaftstraining. Ob er im Kader aufscheinen wird, entscheidet sich erst kurzfristig.

Bei Salzburg läuft es wie geschmiert

Bei Gastgeber Red Bull dürfte das Selbstbewusstsein mindestens soche Dimensionen annehmen wie bei Rapid. Es läuft bestens: Zehn Punkte Vorsprung auf Sturm, seit 29 Bewerbspartien ungeschlagen.

Trainer Marco Rose ist daher bemüht, seine Truppe auf dem Boden zu halten. "Wir wissen, dass die Meisterschaft noch lange nicht vorentschieden oder in trockenen Tüchern ist", meinte der der Deutsche. Die Einstellung der Spieler steht aber in keinerlei Zweifel: "Wenn man sich das Team in den letzten Wochen angeschaut hat, dann weiß man, dass nicht die Gefahr besteht, dass es an Schärfe nachlässt. Und ich habe das vollste Vertrauen, dass das so bleibt."

Goalgetter Munas Dabbur bestätige das. "Jeder ist für den anderen da, die Stimmung ist bestens, jeder ist gut drauf. Und jeder gibt alles für den Erfolg", sagte der Führende der Torschützenliste (16 Treffer). (APA, red, 2.3. 2018)

Mögliche Aufstellungen

Red Bull Salzburg – SK Rapid Wien (Wals-Siezenheim, Red-Bull-Arena, Sonntag, 16.30 Uhr/live ORF eins und Sky, SR Harkam). Bisherige Saisonergebnisse: 2:2 (h), 3:2 (a)

Rapid: Strebinger – Auer, M. Hofmann, Galvao, Bolingoli – Ljubicic, Petsos – Murg, Joelinton, Schobesberger – Kvilitaia

Ersatz: Knoflach – Sonnleitner, Pavelic, Thurnwald, Kuen, Szanto, Schaub, Ve. Berisha, Mujakic

Es fehlen: Schwab (Innenband-Teilriss im Knie), Dibon, Mocinic (beide im Aufbautraining), Arase (Knochenmarködem, Außenbandriss)

Fraglich: Schaub (rekonvaleszent nach Muskelverletzung)

Salzburg: Walke – Lainer, Ramalho, Onguene, Ulmer – Haidara/Yabo, X. Schlager, Samassekou/Wolf, Va. Berisha – Hwang, Dabbur

Ersatz: Stankovic – Farkas, Pongracic, Minamino, C. Leitgeb, Daka

Es fehlen: Caleta-Car, Gulbrandsen (beide gesperrt)

Fraglich: Samassekou (Knöchel)

  • Rapid-Keeper Richard Strebinger dürfte es am Sonntag an Arbeit nicht mangeln.
    foto: apa/hochmuth

    Rapid-Keeper Richard Strebinger dürfte es am Sonntag an Arbeit nicht mangeln.

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