Hackerangriffe: Chaos Computer Club fordert "neue, offene Systeme"

    2. März 2018, 12:36
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    Die "Flickschusterei" bei IT-Systemen müsse aufhören, sagt CCC-Sprecher Frank Rieger

    Der Chaos Computer Club hat sich zu Hackerangriffen auf deutsche Regierungsnetze zu Wort gemeldet. Clubsprecher Frank Rieger forderte, dass IT-Systeme komplett neu aufgesetzt werden müssten. Man brauche "offene System", die von Grund auf neu entwickelt würden. Momentan gäbe es eine "Flickschusterei"; IT-Systeme seien "wie eine Wasserleitung, bei der an unendlich vielen Stellen das Wasser rausspritzt". Updates würden diese Lücken zwar flicken, nötig sei aber eine neue Wasserleitung.

    "Spekulationen"

    Rieger warnte außerdem davor, zu schnell Schlüsse auf die Urheber der Attacke zu ziehen. Deutsche Geheimdienstkreise zeigten schnell auf Russland, was die russische Regierung dementierte. Laut Rieger seien all das "Spekulationen". Am Mittwoch war bekannt geworden, dass Hacker in den Informationsverbund Berlin-Bonn eingedrungen waren. In diesem System kommunizieren einzelne Ministerien und Ämter miteinander. (red, 2.3.2018)

    • Die aktuellen Systeme seien Flickwerk, sagt CCC-Sprecher Frank Rieger
      foto: apa/dpa/kästle

      Die aktuellen Systeme seien Flickwerk, sagt CCC-Sprecher Frank Rieger

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