Russland weist US-Vorwürfe im Rüstungsstreit zurück

    2. März 2018, 11:33
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    Deutschland ist besorgt über "negative Auswirkungen" auf die internationalen Bemühungen zur Rüstungskontrolle

    Berlin/Washington – Die russische Regierung wehrt sich gegen Anschuldigungen der USA, internationale Waffenkontrollverträge gebrochen zu haben. Russland weise solche Vorwürfe kategorisch zurück, sagte Präsidialamtssprecher Dmitri Peskow am Freitag.

    Er reagierte damit auf entsprechende Äußerungen der US-Regierung vom Donnerstag. Am selben Tag hatte der russische Präsident Wladimir Putin ein neues Atomwaffenarsenal vorgestellt.

    Peskow wies zurück, dass Putins ungewöhnlich kämpferische Rede die internationale Isolation Russlands verschärfen könnte. Sie sei auch kein Startschuss für eine Aufrüstung: "Russland hat nicht vor, in irgendeinen Rüstungswettlauf hineingezogen zu werden."

    Praktisch unbegrenzter Aktionsradius

    Putin habe betont, dass Russland das strategische Gleichgewicht wahren wolle. Zugleich sagte Peskow der Agentur Interfax zufolge, die neuen Waffensysteme seien auf Jahrzehnte ein Garant dafür, dass Russlands Atomwaffen von Gegnern nicht ausgeschaltet werden könnten.

    Der Präsident hatte in seiner Rede zur Lage der Nation unter anderem Raketen mit "praktisch unbegrenztem" Aktionsradius vorgestellt, die von keinem Abwehrsystem der Welt abgefangen werden könnten und "unbesiegbar" seien.

    Trump und Merkel besorgt

    Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel und US-Präsident Donald Trump hatten sich zuvor besorgt über Putins Rüstungspolitik geäußert. In einem Telefonat am Donnerstagabend hätten Merkel und Trump auch Sorge über die negativen Auswirkungen auf internationale Bemühungen zur Rüstungskontrolle ausgedrückt, sagte der deutsche Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag. (APA, 2.3.2018)

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