Mindestens 17 Tote nach türkischem Luftangriff in Afrin

2. März 2018, 10:32
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Die Türkei startete eine neue Operation, um von syrischen Kurden gehaltene Gebiete unter ihre Kontrolle zu bringen

Beirut/Istanbul – Türkische Krampfflugzeuge haben bei einem Angriff im Norden der syrischen Region Afrin laut einer oppositionsnahen Gruppe mindestens 17 Menschen getötet. Der Angriff in der Nacht auf Freitag habe auf prosyrische Truppen gezielt, hieß es in Berichten.

Unter den Toten seien drei Mitglieder der Kurdenmiliz YPG, gegen die sich die türkische Militäroffensive richtet. Die übrigen Toten hätten zu regierungstreuen Milizen gehört, die Präsident Bashar al-Assad unterstützen und vergangene Woche nach Afrin vorgerückt seien, um den türkischen Vormarsch zu stoppen. Das türkische Militär wollte sich nicht dazu äußern.

Offensive seit Jänner

Die Nachrichtenagentur Anadolu meldete, türkische Kampfhubschrauber hätten im Westen Afrins neun YPG-Kämpfer getötet. Der Agentur Dogan zufolge starteten türkische und verbündete Truppen am Freitag eine Operation, um den Ort Rajo in der Region Afrin zurückzuerobern.

Die Türkei hatte ihre Offensive in der Region gemeinsam mit verbündeten syrischen Rebellengruppen im Jänner begonnen. Ihr Ziel ist es, die YPG zu vertreiben, die sie als Terrororganisation betrachtet. Inzwischen hat die Türkei den kompletten Grenzstreifen in Afrin unter ihre Kontrolle gebracht. Ihnen gegenüber gingen regierungstreue syrische Milizen in Stellung, nachdem die YPG die syrische Regierung im Februar um Hilfe gebeten hatte. (Reuters, 2.3.2018)

  • Rauchwolken nach einem Luftangriff
    foto: reuters/khalil ashawi

    Rauchwolken nach einem Luftangriff

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