Zinshäuser: Die Hoffnung auf den "Paukenschlag"

    2. März 2018, 09:48
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    2017 wechselten mehr kleine Objekte den Besitzer

    Zwar ist das Transaktionsvolumen bei Zinshäusern im Vorjahr gesunken – die Anzahl der verkauften Objekte ist aber gestiegen. Das geht aus Berechnungen des Zinhsausmaklers Hudej hervor, der in Österreich aktuell in Wien, Linz, Salzburg und Graz vertreten ist. Österreichweit wurden für das Vorjahr 863 Transaktionen im Wert von ca. 1,75 Milliarden Euro erhoben, was bei den Verkäufen ein Plus von 17,6 Prozent im Vergleich zu 2016 bedeutet, beim Volumen ein Minus von knapp zwei Prozent.

    Im Gegensatz zu anderen Berechnungen versteht man dabei aber sämtliche Wohnhäuser, die Mieteinnahmen generieren, als Zinshäuser, nicht nur Gründerzeithäuser. In der Berechnung wurden außerdem keine Share-Deals berücksichtigt. Geschäftsführer Gerhard Hudej führte das Vorjahresergebnis auf eine Tendenz zu kleineren Objekten zurück: "Das Angebot an großen Zinshäusern wird kleiner. Private Eigentümer mit kleineren Häusern springen auf den Zug auf."

    Der wichtigste Markt ist Wien (432 Transaktionen). Hier besonders beliebt: der 15. Bezirk (41 Objekte), Favoriten und Ottakring (je 37 Objekte). In der Steiermark würden vor allem sanierungsbedürftige Häuser von Bauträgern gesucht, berichtete der dortige Standortleiter Roman Streicher.

    Salzburg wiederum sei "nicht vergleichbar mit dem Rest von Österreich", so Standortleiter Michael Plocek: "Dort kennt man sich, da laufen viele Geschäfte untereinander ab." Man versuche nun aber vermehrt nationale und internationale Investoren nach Salzburg zu bringen.

    Ausländische Investoren

    Große Preissteigerungen erwartet Hudej in Wien heuer keine mehr. In den Bundesländern sei das vereinzelt noch möglich. Das Investoreninteresse an Neubauten steige aufgrund der Debatte rund um gedeckelte Mieten in Altbauten. "Das ist ein Unsicherheitsfaktor", so Hudej: "Wir können nur hoffen, dass die Politik vernünftig wird." Sollte es diesbezüglich mietrechtliche Änderungen geben, dann wäre das "ein Paukenschlag". Hudej rechnet damit, dass vermehrt ausländische Investoren in Wohnhäuser investieren. Um diese nach Österreich zu locken, wurde im Vorjahr ein Standort in Zürich eröffnet. (zof, 2.3.2018)

    • Der wichtigste Zinshausmarkt ist Wien.
      foto: putschögl

      Der wichtigste Zinshausmarkt ist Wien.

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