ORF: Deutsche Solidarität

Einserkastl1. März 2018, 17:34
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Die Pläne der Regierung, nicht nur der FPÖ, können bis hin zu einer Zerschlagung des ORF gehen

Maybrit Illner. Jürgen Flimm. Petra Gerster. Claus Kleber. Frank Plasberg. Marietta Slomka. Anne Will. Ulrich Wickert.

Keine schwache Ansammlung deutscher TV-Größen (politisches Fach). Sie (und einige mehr) haben den österreichischen Bundeskanzler Sebastian Kurz in einem offenen Brief aufgefordert, die Angriffe seines Koalitionspartners FPÖ auf den ORF und den kritischen Journalismus generell abzustellen. Die Unterzeichner zeigen sich verwundert über "Ihre Zurückhaltung in diesem für die Meinungs- und Pressefreiheit eines europäischen Landes so wichtigen Fall".

Die Unterzeichner sind allesamt Träger des Hanns-Joachim-Friedrichs-Preises für herausragende Leistungen im Fernsehen. Auch Armin Wolf gehört zu den Preisträgern. "Der Versuch des Vizekanzlers, den persönlichen Ruf von Journalisten zu beschädigen und deren Glaubwürdigkeit zu untergraben, verstehen wir als einen Angriff auf einen der wichtigsten Grundwerte demokratischer Ordnung, die Pressefreiheit. Er gleicht den Methoden der ungarischen und polnischen Regierung", heißt es in dem Schreiben weiter.

Tatsächlich könnten die Pläne der Regierung, nicht nur der FPÖ, sehr viel weiter gehen, nämlich bis hin zu einer Zerschlagung des ORF. Kanzler Kurz sollte sich eine gute Antwort einfallen lassen, spätestens bei seinem nächsten Auftritt im deutschen Fernsehen. (Hans Rauscher, 1.3.2018)

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