Chinesische Fosun will Bregenzer Wolford übernehmen

1. März 2018, 11:35
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Chinesischer Investor möchte 50,87 Prozent von Hauptaktionären übernehmen und 22 Mio. neues Eigenkapital zuschießen – Kaufpreis 12,80 Euro je Aktie

Wien/Bregenz – Der chinesische Investor Fosun will den Vorarlberger Wäschekonzern Wolford mit Sitz in Bregenz übernehmen. Fosun und die Mehrheitsaktionäre wollen einen entsprechenden Kaufvertrag um 12,80 Euro je Aktie abschließen, gab das börsenotierte Unternehmen am Donnerstag bekannt. Fosun will 22 Mio. Euro neues Eigenkapital zuschießen. Der Deal war am Donnerstag bereits durchgesickert.

Fosun wird damit vorbehaltlich der Zustimmung der Kartellbehörden von der Hauptaktionärsgruppe, den Familien Wilhelm und Palmers, 50,87 Prozent an Wolford übernehmen. Der Kaufpreis für die 2,543.694 Aktien betrage 12,80 Euro je Aktie, hieß es in der Mitteilung.

Zur Stärkung der Finanzstruktur sei unter Wahrung der Bezugsrechte eine Kapitalerhöhung von 22 Mio. Euro geplant. Diese bedarf der Zustimmung der Hauptversammlung, die voraussichtlich im Mai 2018 stattfinden wird.

Wolford beschäftigt knapp 1.500 Mitarbeiter beschäftigt, davon allein 700 am Standort Bregenz. Im Jahr 2017 hat sich das Unternehmen wirtschaftlich leicht erholt: Der Verlust im ersten Halbjahr lag mit knapp sechs Millionen Euro unter dem des Vorjahreswert.

Zur Strategie von Fosun gehört es, europäische Luxusmarken aufzukaufen und an der Hongkonger Börse zu handeln. Fosun war unter anderem auch an der italienischen Dessouswarenfirma La Perla interessiert. Diese wurde jedoch durch die niederländische Sapinda übernommen.

An Wolford wird Fosun dem Vernehmen nach zu 51 Prozent beteiligt – so viel gehörte bisher den Familien Wilhelm und Palmers. (APA, red, 1.3.2018)

  • Der Wäschekonzern Wolford dürfte bald einen Hauptaktionär bekommen.
    foto: apa/georg hochmuth

    Der Wäschekonzern Wolford dürfte bald einen Hauptaktionär bekommen.

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