Uber führt Trinkgeld per App auch für Fahrer in Österreich ein

    28. Februar 2018, 14:56
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    Die Funktion steht ab sofort nach allen Fahrten und Essensbestellungen via Uber Eats zur Verfügung

    Der Fahrdienstvermittler Uber führt nun auch in Österreich die Möglichkeit ein, den Fahrern per Handy-App ein Trinkgeld zu geben. Die Neuerung wurde zuerst im vergangenen Sommer in den USA und danach in einigen anderen Ländern eingeführt. Ab sofort können Kunden auch in Österreich nach der Fahrt oder erfolgter Essenslieferung per Uber Eats in der App einen Trinkgeldbetrag eingeben.

    "Mit der neuen Trinkgeldfunktion können diese Fahrer jetzt mehr verdienen, während die Fahrgäste weiterhin bargeldlos und komfortabel unterwegs sein können", sagte Uber-Österreich-Chef Andreas Weinberger.

    Aufbesserung des Einkommens

    Die Trinkgeldoption in der App war bei Uber lange umstritten. Unter anderem wurde befürchtet, dass die Fahrer deswegen wohlhabendere Gegenden bevorzugen könnten. Inzwischen gibt es die Option neben den USA auch in Frankreich, Großbritannien, den Niederlanden und Polen.

    Für die Fahrer dürfte das eine spürbare Aufbesserung ihres Einkommens bedeuten – immerhin bekommen sie oft nur wenige Euro pro Fahrt. Wie viel ein Fahrer durchschnittlich pro Fahrt oder pro Stunde verdient und wie viele Fahrer in Österreich für Uber unterwegs sind, will das Unternehmen nicht verraten.

    Umstrittenes Uber Pop

    Den Dienst Uber Pop, bei dem Privatpersonen Passagiere mit ihrem Privatfahrzeug transportieren, gibt es in Österreich nicht – hier kooperiert Uber mit Mietwagenfirmen. Auch dieses Modell ist allerdings umstritten und in Österreich gerichtsanhängig. Der Streitpunkt ist, dass Taxifahrer jederzeit überall Kunden aufnehmen dürfen, dafür aber einen fixen Tarif verrechnen müssen. Mietwagen hingegen dürfen beliebige Preise verrechnen, dafür müssen alle Aufträge an ihrer Betriebsstätte eingehen. (red, 28.2.2018)

    • Für die Fahrer dürfte die Möglichkeit zur Trinkgeld-Überweisung per App eine Aufbesserung ihres Einkommens bedeuten – immerhin bekommen sie oft nur wenige Euro pro Fahrt.
      foto: reuters/toby melville

      Für die Fahrer dürfte die Möglichkeit zur Trinkgeld-Überweisung per App eine Aufbesserung ihres Einkommens bedeuten – immerhin bekommen sie oft nur wenige Euro pro Fahrt.

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