Finanzielle Unabhängigkeit für acht von zehn Frauen wichtig

27. Februar 2018, 12:01
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Zwei von drei Frauen sind laut Umfrage finanziell vom Hauptverdiener Mann abhängig

Wien – Finanzielle Unabhängigkeit ist für acht von zehn Frauen wichtig. Aber zwei von drei sind vom Hauptverdiener Mann abhängig, ergab eine Umfrage im Auftrag der Erste Bank. Dabei gaben 33 Prozent der befragten Frauen an, die Gehaltsschere persönlich im Berufsalltag zu spüren. Außerdem streitet jedes zweite Paar um Geld, hieß es bei einer Pressekonferenz am Dienstag.

Knapp die Hälfte streitet nie wegen der Finanzen, 31 Prozent tun dies selten. Das IMAS-Institut befragte im Vorfeld des Weltfrauentags am 8. März 500 Personen telefonisch. Dabei kam heraus, dass knapp die Hälfte der in Beziehungen lebenden Österreicher und Österreicherinnen die Finanzen gemeinschaftlich führen. Außerdem werden finanzielle Entscheidungen mit 67 Prozent mehrheitlich gemeinsam getroffen.

Getrennte Konten für Frauen bedeutsamer

Nur 30 Prozent der Frauen gaben an, dass sie ihren derzeitigen Lebensstandard ohne Partner halten können. 40 Prozent bezeichneten sich selbst als abhängig, bei den Männern waren dies lediglich zwei Prozent. Streng getrennte Konten werden für Frauen in einer Partnerschaft bedeutsamer, 58 Prozent sprachen sich dafür aus, bei einer Umfrage im Vorjahr war es noch die Hälfte der Frauen gewesen. Ein gemeinsames Konto kommt für 18 Prozent der Frauen und 23 Prozent der Männer infrage. Die Hälfte der Männer legt für die Partnerin Geld zur Seite, 26 Prozent der Frauen machen dies umgekehrt für ihren Lebensgefährten.

Beinahe alle der Befragten gab an, für sich selbst zu sparen. Inklusive Vorsorgeprodukte sparen Frauen monatlich 220 Euro, Männer 269 Euro. Bausparen, Sparbuch und Lebensversicherungen führen hierbei. Mehr als die Hälfte der Befragten hatte bereits einmal Geldsorgen, als Hauptgrund wurde der Verlust des Einkommens genannt, Frauen waren mit 42 Prozent öfter betroffen als Männer mit 36 Prozent. Hohe Kredite fürs Eigenheim, und hohe unerwartete Kosten werden ebenso wie Krankheit als Grund genannt. (APA, 27.2.2018)

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