Bundesliga-Präsident Rinner 54-jährig verstorben

17. Februar 2018, 04:25
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Der Steirer war von 2009 bis zu seinem Tod Bundesliga-Präsident – Liga hält Trauerminute

Wien – Österreichs Fußball trauert um Hans Rinner. Der Präsident der Bundesliga erlag am Freitag im Alter von 54 Jahren einer Krebserkrankung, wie die Liga mitteilte. Rinner war 2009 als Nachfolger von Martin Pucher zum Liga-Chef gewählt worden, 2013 wurde der Steirer im Amt bestätigt, das er trotz des neuerlichen Ausbruches seiner Erkrankung im Vorjahr weiter ausführte.

Die Bundesliga würdigte Rinner als "Initiator vieler Reformen und damit maßgeblich an der positiven Gesamtentwicklung des österreichischen Spitzenfußballs beteiligt. Mit Hans Rinner verlieren wir einen Freund, großen Unterstützer und Förderer des Fußballs." In den Ligaspielen am Wochenende wird in Gedenken an den ehemaligen Club-Boss von Sturm Graz eine Trauerminute abgehalten.

Von seiner Krebserkrankung hatte Rinner erstmals öffentlich im vergangenen Juli informiert. In die Bestellung des neuen Sportdirektors im Österreichischen Fußball-Bund (ÖFB), die Verhandlungen um den neuen TV-Vertrag der Liga sowie die Überlegungen um die heuer greifende Liga-Reform war er weiter eingebunden. Zumeist arbeitete Rinner von zu Hause aus, war aber auch bei vielen Sitzungen noch dabei. Die nächsten Präsidentschaftswahlen in der Bundesliga sind aufgrund der Liga-Reform für kommenden Herbst angesetzt.

Mit bewundernswerter Kraft

ÖFB-Präsident Leo Windtner würdigte Rinner für seine Verdienste. "Hans Rinner hat sich seiner schweren Erkrankung mit bewundernswerter Kraft entgegengestellt und hat sich in seinen Funktionen bis zuletzt wirksamst für die Interessen des heimischen Fußballs eingesetzt", betonte Windtner in einer ÖFB-Aussendung. "In seiner Ära wurde der Doppelpass zwischen dem ÖFB und der Österreichischen Fußball-Bundesliga zu einer erfolgreich gelebten Praxis."

Auch vonseiten der Bundesliga-Vertreter gab es große Anteilnahme. Sein Herzensverein Sturm Graz würdigte Rinner als "Leuchtturm" in der Clubgeschichte. Der Unternehmer hatte den Club 2007 als Präsident übernommen. "Hans Rinner war ein ganz Großer der Sturm-Geschichte, ohne dessen Mithilfe Sturm den Konkurs nicht überlebt hätte. Er ist einer von uns und wird es immer bleiben. Danke, lieber Hans Rinner", sagte der aktuelle Sturm-Chef Christian Jauk über den 2016 zum Ehrenpräsidenten des Clubs gewählten Rinner.

Austria-Vorstand Markus Kraetschmer bezeichnete Rinner als "einen Freund und Mann, der sehr viel im österreichischen Fußball bewegt hat. Wir werden ihn immer in bester Erinnerung behalten." Rapids Präsident Michael Krammer schrieb: "Hans Rinner hat sich trotz seiner heimtückischen Erkrankung bis zuletzt für den heimischen Fußball eingesetzt und wie ein Löwe gegen den wiederkehrenden Krebs gekämpft. Er war nicht nur über fast ein Jahrzehnt ein engagierter und über alle Vereinsgrenzen handelnder Präsident der Bundesliga, sondern weit darüber hinaus ein sympathischer und offener Mensch, der sich große Verdienste um seinen SK Sturm Graz erworben hat." (APA, 17.2.2018)

  • Viel zu früh gegangen: Hans Rinner.
    foto: apa/herbert pfarrhofer

    Viel zu früh gegangen: Hans Rinner.

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