Zwei Wohnungsbordelle in Innsbruck geschlossen

    16. Februar 2018, 09:50
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    Beamte gaben sich als Freier aus – Prostituierte boten Dienste auf Internet-Plattformen an

    Innsbruck – Zwei illegale Wohnungsbordelle sind am Mittwochabend in Innsbruck geschlossen worden. Die Prostituierten hatten ihre Dienste auf einschlägigen Internet-Plattformen angeboten, berichtete die Exekutive. Beamte hatten sich als Freier ausgegeben und mit den Frauen telefonisch Kontakt aufgenommen. Sie wurden dann zu den Wohnungen gelotst, wo ihnen für 50 Euro sexuelle Dienste offeriert wurden.

    Die erste der beiden Wohnungen befand sich im Stadtteil Hötting. In einem Ferienappartement hatten sich vier Rumäninnen eingemietet. Die Frauen im Alter zwischen 18 und 23 Jahren waren laut Polizei zum Teil bereits in der Vergangenheit als Wohnungs- bzw. Straßenprostituierte in Erscheinung getreten. Wie die Ermittlungen ergaben, hatten sich die Frauen in derselben Konstellation schon in der vergangenen Woche in einem Ferienappartement in der Nähe des Hauptbahnhofes eingemietet. Die Exekutive ging davon aus, dass die Rumäninnen die Wohnungen innerhalb weniger Tage wechseln, um ihre Verfolgung zu erschweren.

    Die zweite Wohnung wurde im Stadtteil Kranebitten geschlossen. Eine 40-jährige Bulgarin hatte darin ihre Dienste angeboten und Freier empfangen. Keine der Frauen konnte ein Gesundheitsbuch vorweisen, weshalb die Prostituierten neben dem Tiroler Landespolizeigesetz sowie dem Meldegesetz auch nach den Bestimmungen des Geschlechtskrankheitengesetzes sowie des Aids-Gesetzes auf freiem Fuß angezeigt werden. Ob sich auch die Wohnungseigentümer strafbar machten, sei noch Gegenstand von Ermittlungen. (APA, 16.2.2018)

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