Journalistenorganisationen kritisieren persönliche Angriffe auf Journalisten

    15. Februar 2018, 14:43
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    "Angriffe auf Journalisten gefährden die Pressefreiheit", warnen Presserat, das Forum Journalismus und Medien Wien und der Presseclub Concordia

    Wien – Der österreichische Presserat, das Forum Journalismus und Medien Wien (fjum) und der Presseclub Concordia kritisieren die Attacken auf Journalisten durch Politiker. "Persönliche Angriffe auf Journalisten gefährden die Pressefreiheit", teilten die drei Organisationen am Donnerstag in einer gemeinsamen Aussendung mit.

    Die Organisationen kritisieren vor allem die FPÖ, die in ihrer Zeit als Oppositionspartei Journalisten pauschal als "Gesindel" und Medien als "Lügenpresse" bezeichnet habe. Seit der FPÖ-Regierungsbeteiligung seien die Angriffe häufiger geworden.

    "Hass-Hanna" und Wolf-Montage

    Als konkrete Beispiele werden etwa die vermeintlich satirisch angelegte Fotomontage gegen Armin Wolf gennant, ebenso die Bezeichnung "Hass-Hanna" des FPÖ-nahen "Wochenblicks" für die Vice-Journalistin Hanna Herbst. Die Organisationen nennen auch Aufrufe zum Cybermobbing gegen STANDARD-Journalistin Collette M. Schmidt.

    Auch international nehme die Tendenz zu, einzelne Journalisten persönlich zu verunglimpfen, wenn Politiker mit dem Inhalten der Berichterstattung nicht einverstanden sind.

    Presserat, fjum und Presseclub Concordia fordern die beteiligen Politiker und "ihnen nahestehende Medien" dazu auf, die Angriffe zu unterlassen. (red, 15.2.2018)

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