Britische Regierung: Russland steckt hinter NotPetya-Cyberangriff

15. Februar 2018, 12:03
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Moskau dementiert Verwicklung – Virus tauchte 2017 in der Ukraine auf

Großbritannien hat Russland für einen Computerviren-Angriff im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht. Der sogenannte NotPetya-Virus (eine neue Version von Petya) tauchte im Juni 2017 zunächst in der Ukraine auf und verbreitete sich später in den Netzwerken von Unternehmen Europas und auch in Russland. Die Regierung in Moskau hatte damals erklärt, sie habe nichts mit dem Virus zu tun.

Keine neuen Beweise

Neue Beweise legte die britische Regierung nicht vor. Nach Einschätzung des britischen Cyber-Abwehrzentrums stecke Russland mit hoher Wahrscheinlichkeit hinter dem Angriff. Dies und der breitere Kontext veranlasse die britische Regierung, Russland dafür verantwortlich zu machen, erklärte das Außenministerium am Donnerstag. Das russische Präsidialamt reagierte umgehend und wies die Anschuldigung kategorisch zurück. Sie sei Teil einer Angstkampagne gegen Russland einiger westlicher Staaten.

Der britische Verteidigungsminister Gavin Williamson sagte, der Angriff sei Teil einer neuen Ära der Kriegsführung, und Großbritannien müsse in der Lage sein, darauf zu reagieren.

In Großbritannien ist in jüngster Vergangenheit immer öfter eine von Russland ausgehende Bedrohung beschrieben worden, während einige Mitglieder der regierenden Konservativen Partei gleichzeitig ihre Sorge vor Kürzungen im Verteidigungshaushalt äußerten. Im November hatte Premierministerin Theresa May Russland vorgeworfen, es habe sich in die Wahlen eingemischt und Falschnachrichten in den Medien platziert. (15.2.2018)

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