Online-Rechner: Gehören Sie zur Mittelschicht?

15. Februar 2018, 12:14
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Sind Sie Teil der obersten zehn Prozent, oder steht Ihnen weniger als dem Durchschnitt zur Verfügung? Mit unserem interaktiven Rechner erfahren Sie es

Vielleicht ein Eigenheim auf dem Land oder eine leistbare Mietwohnung in der Stadt, Auto, Fernseher, mindestens einmal Urlaub im Jahr – jeder hat sein eigenes Bild von der Mittelschicht in Österreich. Politiker sprechen ihr eine tragende Rolle im Land zu, der kleine Mann ist die bedrohte Art derselben Gattung. Aber wer zählt in Österreich zur Mittelschicht? Und wie groß ist sie?

Um herauszufinden, ob Sie Teil der (unteren/oberen) Mittelschicht sind und welcher Anteil der Bevölkerung mehr oder weniger Einkommen hat, folgen Sie einfach der Anleitung in unserem "Schicht-Rechner". Wenn Sie mehr über die Berechnung erfahren wollen, lesen Sie unten weiter.

Vergessen Sie nicht, Ihr 13. und 14. Gehalt zu berücksichtigen. Hier geht es zum Brutto-Netto-Rechner des STANDARD.

Vermessung der Mitte

Ökonomen definieren die Mittelschicht nach dem Haushaltseinkommen. Die Industriestaatenorganisation OECD verortet die Mittelschicht anhand der mittleren sechs Einkommenszehntel, also 60 Prozent der erfassten Einkommensbezieher. Genau in der Mitte liegt das Medianeinkommen, die Hälfte der Österreicher erhält mehr, die andere weniger. Oft wird umgangssprachlich eine obere Mittelschicht unterschieden. Das wären dann die drei Einkommenszehntel über dem Median.

Das Wort "verdienen" fehlt hier bewusst. Denn das für die Berechnung von Armut sowie der Mittel- und Oberschicht verwendete Einkommen ist nicht der Betrag auf dem Lohnzettel oder die Höhe der Pension, sondern das sogenannte "äquivalisierte Nettohaushaltseinkommen".

Dabei werden alle Einkünfte im Jahr wie Nettogehalt, Mieteinkommen, Mindestsicherung, Dividenden, Kindergeld et cetera für einen Haushalt zusammengezählt und mit einem bestimmten Schlüssel durch die Haushaltsgröße dividiert. Ein zweiter Erwachsener "zählt" weniger, Kinder unter 14 noch weniger. Damit wird berücksichtigt, dass pro zusätzliche Person im Haushalt weniger Einkommen benötigt wird, um den Lebensstandard zu halten.

(Leopold Stefan, 15.2.2018)

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