Maturareiseveranstalter Doc LX wegen aggressiver Werbung verurteilt

    14. Februar 2018, 12:29
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    Nach Unterlassungsklage des Vereins für Konsumenteninformation – Entscheidung nicht rechtskräftig

    Wien – Der Maturareiseveranstalter Doc LX ist zur Unterlassung seiner aggressiven Werbe- bzw. Geschäftspraktiken verurteilt worden. Die Entscheidung des Handelsgerichts Wien erging nach einer Klage des Vereins für Konsumenteninformation (VKI) im Auftrag des Sozialministeriums und ist nicht rechtskräftig.

    Laut dem Handelsgericht bewirbt die Doc LX Travel Events GmbH ihre Maturareisen unter anderem, indem sie Schüler der vorletzten und letzten Schulstufe in der Schule aufsucht, um sie zu einer Anmeldung zu bewegen. Dabei gehe das Unternehmen äußerst hartnäckig vor, wende sich an einen oder mehrere Schüler einer Klasse via soziale Netzwerke. Durch hartnäckiges und intensives Anschreiben zum Beispiel über Whatsapp erzeuge der Reiseveranstalter einen Gruppendruck, um die Schüler zu einer Buchung zu bewegen. Er stelle auch Zusagen wie Boni und die Übernahme von Stornokosten in Aussicht, die er nicht einhalte.

    "Das von Maturareisen angesprochene Publikum ist in geschäftlichen Entscheidungen noch recht unerfahren und daher besonders schutzwürdig. Bei diesen jungen Menschen einen solchen Gruppendruck zu erzeugen und auszunutzen ist unseres Erachtens unlauter", sagt Beate Gelbmann, Leiterin der Abteilung Klagen im VKI. (APA, 14.2.2018)

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