Wind verweht Slalom der Damen auf Superfreitag

    14. Februar 2018, 03:33
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    Damen sollen als Vor- und Nachprogramm des Super-G der Herren fahren

    Pyeongchang – Der über Pyeongchang stürmende Wind hat dafür gesorgt, dass von den ersten vier Alpinskirennen drei verschoben worden sind. Bei den Winterspielen in Südkorea kommt es deshalb nun sogar zu einem "Doppel-Double". Denn am Mittwoch wurde auch der Damenslalom in Yongpyong auf Freitag "verblasen". Innerhalb von 48 Stunden finden nun gleich vier Alpinskirennen statt.

    Neuer Plan

    Und zwar so, dass die beiden Herren-Speedrennen in Jeongseon jeweils in die zwei Technikrennen der Damen in Yongpyong eingebettet sind. Das neue Programm beginnt Donnerstag mit dem ersten Durchgang des Damen-Riesentorlaufs (2.00/5.45 Uhr MEZ). Um 3.30 Uhr MEZ startet die Herren-Abfahrt, die eigentlich schon vergangenen Sonntag über die Bühnen gehen hätte sollen. Am Freitag findet das nächste Ski-Doppel mit Damenslalom (2.00/5.15 Uhr MEZ) sowie Herren-Super-G (3.00 Uhr MEZ) statt. Dem Wunsch der Damen, den Super-G etwas später zu beginnen, wurde laut Herren-Rennchef Markus Waldner nicht stattgegeben.

    Möglich ist dieses "Doppel-Double", weil die Alpinskirennen in zwei verschiedenen Resorts ausgetragen werden. Die Speedbewerbe finden in Jeongseon statt, die Technikrennen in Yongpyong.

    Allerdings bekommt man nach den vielen Verschiebungen nun ein wenig Stress mit den Hotelbetten. Von den vier bis Mittwoch geplant gewesenen Rennen hat mit der Herren-Kombi nämlich erst eines stattgefunden. Dafür gibt es nun einen "Super-Donnerstag" und einen "Super-Freitag", um das wieder aufzuholen.

    IOC Sprecher Mark Adams war nach der neuerlichen Verschiebung sofort mit einem beruhigenden Kommentar zur Stelle. Es sei noch immer "ausreichend" Zeit, um alle Alpinski-Events durchzuführen, sagte der Brite. "Wenn der Wind ab nun 15 Tage weiterbläst, könnte es ein Problem werden. Aber derzeit ist alles okay", sagte Adams. "Der Ski-Weltverband ist an Störungen durch Wind und Wetter gewöhnt."

    Bei den Damen beginnt das Rennprogramm jedenfalls nun doch wie ursprünglich vorgesehen mit dem Riesentorlauf. Dieser war am Montag abgesagt und auf Donnerstag verschoben worden.

    Angesichts der Vorhersagen und weiteren Prognosen mit bis zu 100 km/h Wind kam es etwas überraschend, dass der Damenslalom nicht gleich in der Früh abgesagt wurde. "Es hat schon Minuten oder Stunden gegeben, wo es nicht super schlecht war. Es war in der Früh einigermaßen zum Darandenken, dass man fahren könnte", verteidigte FIS-Renndirektor Atle Skaardal im ORF die Entscheidung, Rennläuferinnen und Zuschauer auf den Berg zu holen.

    Gute Aussichten

    Ab jetzt stehen die Chancen auf eine Durchführung der Rennen aber gut. Denn der Wind soll sich ab nun deutlich abschwächen, das wusste man aber ohnehin seit Tagen. Die Akteure werden langsam unrund. "Wir wollen jetzt endlich ein Rennen fahren. Die Warterei macht ein bisschen müde", sagte Bernadette Schild. (APA, 14.2.2018)

    • Österreichisches Fähnchen im Wind.
      reuters/föger

      Österreichisches Fähnchen im Wind.

    • Gegangen ist am Mittwoch auch für alle anderen nichts.
      foto: apa/afp/fabrice coffrini

      Gegangen ist am Mittwoch auch für alle anderen nichts.

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