Kellerhals-Familie und Ceconomy suchen Lösung für Media-Saturn

13. Februar 2018, 19:14
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Bilaterale Gespräche vereinbart

Ingolstadt/Düsseldorf – Die Familie des verstorbenen Media-Saturn-Minderheitseigners Erich Kellerhals und die Holding Ceconomy ringen um eine Lösung für die Zukunft von Europas größter Elektronikhandelskette. Beide Seiten seien übereingekommen, bilateral Gespräche zu führen, sagten Sprecher von Ceconomy und der Investmentgesellschaft der Familie Kellerhals, Convergenta, am Dienstag.

Über Ergebnisse des Dialogs solle "zu gegebener Zeit" informiert werden, hieß es weiter.

Media-Saturn-Gründer Erich Kellerhals war zu Weihnachten verstorben. Er hatte sich über Jahre einen Machtkampf mit dem Mehrheitseigner Metro und dessen Nachfolger Ceconomy um das Sagen bei Media-Saturn geliefert. Vermittelt in dem Konflikt hatte mit Zustimmung beider Seiten der Investor Clemens Vedder. Eine entsprechende Mediationsvereinbarung sei zum Jahresende einvernehmlich abgelaufen, erklärte Vedder nun. Seine Arbeit sei damit "zunächst erledigt". Beide Seiten sprächen direkt miteinander. "Die noch wenigen offenen Punkte werden nach der Hauptversammlung der Ceconomy AG justiert."

Die Anteilseigner von Ceconomy kommen am Mittwoch in Düsseldorf zusammen. Auch in den Reden bei dem Aktionärstreffen dürfte der Dauer-Streit um Media-Saturn eine Rolle spielen. Ceconomy war im Sommer aus dem Handelsriesen Metro hervorgegangen, der in einen Lebensmittel- und einen Elektronikhändler aufgespalten wurde. Media-Saturn ist die zentrale Beteiligung der Holding Ceconomy. Kellerhals hielt rund 21 Prozent der Media-Saturn-Anteile. (APA/Reuters, 13.2.2018)

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