Beziehungen zu Israel sind Strache "ein Herzensanliegen"

13. Februar 2018, 15:51
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Vizekanzler empfing Knesset-Abgeordneten Glick – Vizekanzler: Keine zusätzliche Belastung für Beziehungen zu Israel

Wien – Vizekanzler Heinz-Christian Strache will sowohl Israel als auch der Israelitischen Kultusgemeinde, die offizielle Kontakte mit der FPÖ verweigern, die Hand reichen. Nach einem Gespräch mit dem umstrittenen israelischen Parlamentarier Yehuda Glick in Wien äußerte Strache den Wunsch nach Dialog.

Dass der Empfang für den Likud-Abgeordnete die Beziehungen zu Israel weiter belasten könnten, glaubt Strache nicht – "im Gegenteil". Dass direkte Kontakte derzeit nur auf Beamten-, aber nicht auf Regierungsebene stattfinden, ist für Strache zwar "schade", aber das sei "zu respektieren". Wichtig sei es, "die Hand zu reichen und den Dialog zu suchen." Es sei ihm "ein Herzensanliegen" diese "Missverhältnisse" auszuräumen und er sei auch überzeugt, dass dies gelingen werde, sagte der FPÖ-Obmann im Gespräch mit der APA. Mit Glick stehe er schon seit geraumer Zeit in "gutem, freundschaftlichem Kontakt", der Knesset-Abgeordnete setze sich für eine vertiefte Zusammenarbeit ein.

IKG-Mitglieder würden an FP-Veranstaltungen teilnehmen

Auch die Israelitische Kultusgemeinde ersuchte Strache, in einen Dialog einzutreten. Dass die IKG-Führung nicht an gemeinsamen Veranstaltungen mit der FPÖ teilnehmen wolle, sei "schmerzlich", aber "zu respektieren". Strache geht davon aus, dass es sich dabei um einen Beschluss des Präsidenten Oskar Deutsch und seiner Vorstandsmitglieder handle, viele IKG-Mitglieder würden doch an Veranstaltungen mit der FPÖ teilnehmen.

Der FPÖ-Obmann bekräftigte, dass Antisemitismus und Rassismus "keinen Platz" in der FPÖ haben. Einzelfälle habe es in der FPÖ wie auch in anderen Parteien gegeben. Wenn eine rote Linie überschritten wurde, habe er aber immer die Konsequenzen gezogen. "Ich lasse nicht im Raum stehen, dass die FPÖ pauschal in ein Licht gerückt wird, wo sie nicht hingehört." Er verwies in diesem Zusammenhang auch auf den Beschluss des Bundesparteivorstandes zur Einsetzung einer Historiker-Kommission. Die FPÖ stelle damit klar, sie lasse nicht im Raum stehen lasse, dass irgendwelche Anwürfe hängen bleiben könnten, oder dass die FPÖ bzw. deren Vorläufer VdU ein unsauberes Verhältnis hätten, – "ganz im Gegenteil". (APA, 13.2.2018)

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