Anzeigen deutscher Unternehmen auf islamistischen Internetseiten

    13. Februar 2018, 13:29
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    Firmen haben keinen Einfluss – Automatische Zuteilung per Algorithmus

    Werbeanzeigen deutscher Firmen und Institutionen erscheinen nach Recherchen des ARD-Magazins "Report München" ungewollt auch auf Internetseiten mit islamistischen Inhalten. Dies berichtete der Bayrische Rundfunk am Dienstag. Die Banner werden demnach ohne Zutun der Betroffenen über Firmen platziert, die Werbeanzeigen automatisiert Millionen Homepages zuweisen. Gesteuert wird das durch Algorithmen.

    Bayrische Regierung: "Absolut inakzeptabel"

    Betroffen waren demnach unter anderem der Brillenhersteller Fielmann, die Postbank und die bayerische Landesregierung. Diese erklärte, das Geschehen sei "absolut inakzeptabel". Laut Bericht des Fernsehmagazins hatten alle Unternehmen und Institutionen eigentlich vertraglich ausgeschlossen, dass ihre Werbung in derartigen Zusammenhängen erscheinen darf.

    Die in den meisten Fällen für die Zuordnung der Banner verantwortliche Google-Tochter AdSense teilte dem Sender nach dessen Angaben mit, sie lasse nicht zu, dass Geld mit "gefährlichem und abwertendem Content" verdient werde. Die eigenen Richtlinien würden "mit Nachdruck" umgesetzt und Webseiten regelmäßig überprüft, um dies zu garantieren.

    Bei der von AdSense und ähnlichen Anbietern angewandten Methode der Werbeplatzierung erhalten die Seitenbetreiber Geld, wenn Nutzer ihrer Seiten auf die Anzeigen klicken. (APA, 13.2. 2018)

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    ARD

    • Auch Anzeigen der bayrischen Landesregierung landeten auf den extremistischen Seiten.
      foto: apa

      Auch Anzeigen der bayrischen Landesregierung landeten auf den extremistischen Seiten.

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