Hunger treibt Eisbären in die Städte: Zwischenfälle nehmen massiv zu

13. Februar 2018, 13:24
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Die großen Raubtiere finden durch die Folgen des Klimawandels immer weniger Beute

Nuuk – Auf der Suche nach Nahrung kommen Eisbären auf Grönland den Menschen immer häufiger gefährlich nahe. In den letzten fünf Monaten des vergangenen Jahres habe es allein im ostgrönländischen Ort Ittoqqortoormiit mindestens 21 Zwischenfälle gegeben, berichtete die dänische Nachrichtenagentur Ritzau unter Berufung auf die Eisbär-Patrouille der Umweltschutzorganisation WWF.

Schwierige Nahrungssuche

Vor zehn Jahren waren in einem ganzen Jahr nur neunmal Eisbären im Ort gemeldet worden. Die Raubtiere finden durch die Folgen des Klimawandels immer weniger Beute und kommen deshalb in die Nähe der Städte. Das werde in den kommenden Jahren eher noch zunehmen, warnte der WWF.

Die Patrouille der Umweltschützer wird gerufen, wenn ein Eisbär Häusern zu nahe kommt. Sie soll die gefährlichen Tiere abschrecken. Bei den Zwischenfällen im vergangenen Jahr sei niemand verletzt worden, erklärte die Organisation. (APA, red, 13.2.2018)

  • Das Eis wird für die Polarbären auch im übertragenen Sinn immer dünner: Geringer Jagderfolg treibt die Raubtiere in die Siedlungen.
    foto: apa/afp/european geosciences union

    Das Eis wird für die Polarbären auch im übertragenen Sinn immer dünner: Geringer Jagderfolg treibt die Raubtiere in die Siedlungen.

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