Griechenland bringt Teilverkauf von Telekomfirma OTE auf den Weg

    13. Februar 2018, 12:01
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    Von Griechenland gestartete Privatisierung stößt auf Widerstand von der Gewerkschaft

    Die griechische Privatisierungsagentur hat das Bieterverfahren zum Verkauf von Anteilen am Telekomkonzern OTE eröffnet. Investoren könnten ihre verbindlichen Offerten für die zum Verkauf stehenden fünf Prozent bis zum 15. März einreichen, teilte die Agentur am Dienstag mit. Großaktionär von OTE ist die Deutsche Telekom, die 40 Prozent hält. Sie hat bei dem Verkauf ein Mitspracherecht.

    Verkauf könnte 285 Millionen Euro bringen

    Der frühere griechische Monopolist ist an der Börse rund 5,7 Mrd. Euro wert. Ein Verkauf der Hälfte der zehnprozentigen Beteiligung des griechischen Staates könnte also 285 Mio. Euro in die Kassen spülen. Das verschuldete Land steht unter dem Druck seiner Euro-Partner, Privatisierungen voranzutreiben. Im Gegenzug für das dritte Hilfsprogramm hat die Regierung in Athen den Geldgebern zugesagt, bis 2022 insgesamt 14 Mrd. Euro durch die Verkäufe einzunehmen. Die Opposition und die größte Gewerkschaft – die 14.000 OTE-Mitarbeiter vertritt – sind gegen die Privatisierung. Griechenland verliere damit seinen Einfluss auf das strategisch wichtige Unternehmen, argumentieren sie. (Reuters/APA, 13.2.2018)

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