Google AMP Stories: Freie Konkurrenz zu Instagram- und Snapchat-Feature

    13. Februar 2018, 11:42
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    Animierte Geschichten nutzen offene Standards und werden auf Nachrichtenseiten selbst gehostet

    Mit seinen Accelerated Mobile Pages (AMP) arbeitet Google seit Jahren an einem Format, das die Darstellung von Nachrichtenartikeln im Web erheblich beschleunigen soll. Und das durchaus mit Erfolg: Zahlreiche große Publisher bieten mittlerweile AMP-Versionen ihrer Seiten an. Nun will man aber über simple Textgeschichten hinausgehen, und macht damit auch entsprechenden Features von Instagram und Snapchat Konkurrenz.

    Offener Ansatz

    Im Rahmen der AMP Conf hat Google am Dienstag sein neues AMP Story Format vorgestellt. Mit diesem können Publisher grafisch aufwändige Geschichten mit Animationen und Videos gestalten. Der entscheidende Unterschied zur Konkurrenz: Googles Format ist offen spezifiziert, die Anbieter können entsprechenden Content direkt auf ihrer Webseite hosten anstatt sich in die Arme anderer Dienste zu begeben.

    Das Format richtet sich dabei ganz an mobile Nutzer, die Umsetzung erinnert stark an die Pendants bei Instagram oder Snapchat. Die Stories nehmen auch hier den gesamten Bildschirm ein, zwischen den Kapiteln wird automatisch gewechselt, mit einem Touch kann man aber auch manuell vor oder zurück gehen.

    Beispiele

    Auf einer eigenen Webpage zeigt man erste solcher Stories, die in Kooperation mit großen Nachrichtenseiten wie CNN oder auch Wired und der Washington Post entstanden sind. In Zukunft sollen die Stories aber auch in der Google-Suche angeboten werden, zudem können natürlich auch Dritt-Apps solche Stories einbinden – immerhin ist das Format komplett Open Source.

    Vorschau

    Derzeit verstehen sich die AMP Stories allerdings als Preview. Das bedeutet auch, dass es noch gar keine Tools gibt, mit denen solche Stories erstellt werden können, diese sollen erst in den kommenden Monaten folgen. Bis dahin müssen interessierte Seitenbetreiber solche Geschichten noch manuell erstellen, wozu man aber immerhin eine Anleitung anbietet. Insofern werden sich die Nutzer wohl noch einige Zeit gedulden müssen, bis solche Stories weitere Verbreitung finden – falls Google hier überhaupt genügend Publisher von diesem Ansatz überzeugen kann. (apo, 13.2.2018)

    • Einige der ersten verfügbaren Stories.
      grafik: google

      Einige der ersten verfügbaren Stories.

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