BIC-Umstellung bei Bankinganbieter Revolut blockiert System

12. Februar 2018, 18:13
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Kunden konnten tagelang kein Geld überweisen

Wien – Kunden vom Bankinganbieter Revolut haben sich in den vergangenen Tagen oft geärgert. Denn Geld, das sie auf ihr Revolut-Konto überweisen wollten, kam dort nicht an. Es kam auch nicht zurück. Und zwar tagelang nicht.

Hintergrund dafür ist eine Umstellung des Bank Identifier Codes (BIC), den Revolut durchgeführt hat. Dieser Bank-Code wird neben der Kontonummer IBAN als zweites Identifikationsmerkmal für die Weiterleitung von grenzüberschreitenden Zahlungen benötigt. Mit dem BIC können weltweit Kreditinstitute identifiziert werden. Die bei Transaktionen involvierten Banken überprüfen daher immer, ob die mitgeschickten BICs miteinander korrespondieren.

Updates

Der BIC von Revolut wurde nun geändert. Normalerweise sei das kein Problem, denn alle Banken machen laufend Updates und lassen die neuen BICs in ihr System laufen. Täglich und über Nacht erfolgen Updates vor allem bei den Onlinebanken wie etwa N26. Doch nicht jede Bank macht diese Updates so schnell. Daher gab es zuletzt eben Fälle, in denen der BIC bei einer Transaktion nicht Revolut zugeordnet wurde und es daher zu Verzögerungen gekommen ist. Das Geld hing in der Clearingstelle fest. Die Kunden hat's geärgert. Durch die Umstellung sei zwar nichts falsch gelaufen, aber es kam zu Verzögerungen, heißt es bei Revolut.

Blockade im System

Zu Problemen kam es vor allem in Deutschland und Österreich, da hier nicht alle Banken ihre Updates täglich durchführen. Kunden haben daher oft eine Rückmeldung von ihrer Bank bekommen, dass der angegebene BIC nicht der richtige ist.

Eigentlich hätten die Kunden die BIC-Umstellung gar nicht mitbekommen sollen, teilt man bei Revolut mit, weil es sich nur um eine interne Umstellung gehandelt habe. Doch man habe übersehen, dass nicht alle Banken täglich und über Nacht ein diesbezügliches Update durchführen und es hier zu Problemen kommen kann. "Durch unser Update kam es bei Banken zu Rechenfehlern und damit zu einer Blockade", sagt Claudio Wilhelmer, Revolut-Country-Manager für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Bis das Problem erkannt und abgewickelt werden konnte, sind oft rund zehn Werktage vergangen.

"Wir bedauern den Umstand und bedanken uns bei unseren Kunden für ihr Verständnis sowie Vertrauen", heißt es von Revolut. Es wird auf Standard-Nachfrage versichert, dass durch die Probleme kein finanzieller Verlust entsteht. Betroffene Kunden sollen sich beim Kundenservice melden oder sich via App an den Support wenden. (Bettina Pfluger, 12.2.2018)

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