Bestandteile für Atomuhren aus dem 3-D-Drucker

    12. Februar 2018, 15:22
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    Schweizer Forscher erzeugten erstmals Mikrowellen-Hohlraumresonatoren mittels 3-D-Drucktechnik

    Neuenburg – Auch Atomuhren können bald auf Bestandteile aus dem 3-D-Drucker zählen. Forscher der Universität Neuenburg in der Schweiz haben einen entsprechenden Prototypen getestet und für gut befunden.

    Die Wissenschafter haben sogenannte Mikrowellen-Hohlraumresonatoren mit 3-D-Drucktechnik hergestellt, wie die Universität Neuenburg mitteilte. Die Bauteile sind das Herzstück der ultragenauen Zeitmesser. Sie produzieren ein Referenzsignal, das eine äußerst stabile Frequenz ermöglicht. Damit steht und fällt die Präzision einer Atomuhr.

    Die Herstellung herkömmlicher Hohlraumresonatoren ist aufwendig und teuer. Dank 3-D-Druck könnten diese Teile nun einfacher hergestellt werden, wie es in der Mitteilung heißt. Zudem seien sie rund 30 Prozent leichter als bisherige Hohlraumresonatoren.

    Die Wissenschafter testeten verschiedene metallische und polymere Materialien. "Die neuartigen Mikrowellen-Hohlraumresonatoren haben zu unserer großen Überraschung sämtliche Anforderungen erfüllt", sagte Projektleiter Christoph Affolderbach vom Zeit- und Frequenzlabor (LTF) der Uni Neuenburg. Die Bauteile brachten in einem Atomuhr-Prototypen "hervorragende Resultate", so der Forscher weiter.

    Zur Anwendung kommen dürften die Hohlraumresonatoren aus dem Drucker aber nicht nur in Rubidium-Atomuhren, die in vielen Satelliten die Zeit angeben. Die Forscher wollen künftig auch weitere Bauteile für andere Arten von Atomuhren oder für Sensoren auf diese Weise herstellen. (APA, sda, 12.2.2018)

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