Xiaomi löscht User-Umfrage nach unerwünschtem Ergebnis

    12. Februar 2018, 11:50
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    Twitter-Nutzer hatten sich für Android One statt Xiaomis eigenes MIUI ausgesprochen

    Umfragen sind für Unternehmen ein nettes Tool, um die eigene Fan-Gemeinde bei Laune zu halten. Dass man sich dabei lieber vorab gut überlegen sollte, was man eigentlich abfragt, muss nun der chinesische Hardwarehersteller Xiaomi zur Kenntnis nehmen.

    Dumm gelaufen

    Auf Twitter hatte Xiaomi seinen Usern die Wahl zwischen der eigenen Oberfläche MIUI und Googles Android One-UI gestellt. Und es kam wie es eigentlich kommen musste: 15.000 Stimmen später stellte sich eine klare Präferenz für Android One (57 Prozent) heraus. Zu diesem Zeitpunkt dürfte wohl jemandem bei Xiaomi klar geworden sein, dass die Umfrage nicht so ausgehen wird, wie erhofft – und hat sie kurzerhand gelöscht. Das wiederum ist natürlich diversen Nutzern aufgefallen, die noch rechtzeitig Screenshots angefertigt und auf Reddit gepostet haben.

    Kundenorientierung

    Auch auf Nachfrage will Xiaomi die Löschung der Umfrage nicht kommentieren. Klar ist jedenfalls, dass sich das Unternehmen sonst damit brüstet, auf Nutzerwünsche einzugehen. Insofern hätte sich das Unternehmen wohl rasch Kritik ausgesetzt, wenn die betreffende Umfrage einfach ignoriert wird – selbst wenn man mit Recht darauf verweisen könnte, das eine solche Twitter-Umfrage alles andere als repräsentativ ist. Jedenfalls ist nicht davon auszugehen, dass Xiaomi das eigene MIUI einstampft, in das man Jahre an Entwicklungsarbeit gesteckt hat.

    Updates

    Bisher nutzt Xiaomi Android One genau auf einem Gerät: Dem Mi A1, das in Tests vor allem mit seinem guten Preis/Leistungsverhältnis gepunktet hat. Dabei fällt es vor allem mit seinem langen Support-Zeitraum von drei Jahren auf, der bei Geräten dieser Preisklasse äußerst ungewöhnlich ist – und das gilt auch für andere Xiaomi-Geräte. (apo, 12.2.2018)

    • Xiaomi will es dann doch lieber nicht so genau wissen.
      foto: abhishek n.chinnappa / reuters

      Xiaomi will es dann doch lieber nicht so genau wissen.

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