Thiem vor Südamerika: "Es wäre wieder einmal an der Zeit"

    11. Februar 2018, 07:14
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    24-Jähriger startet in Buenos Aires, Acapulco und Rio – Titel-Durststrecke soll beendet werden

    Buenos Aires – Tennis-Ass Dominic Thiem spielt in den nächsten Wochen bei drei Turnieren, bei denen er jeweils schon einen Titel geholt hat. In Buenos Aires und Acapulco hat er jeweils 2016 zugeschlagen, in Rio de Janeiro 2017. Der Turniersieg in der Olympiastadt war sein bisher letzter und ist fast schon ein Jahr her. Für Thiem dauert diese "Durststrecke" schon entschieden zu lange.

    Abflug nach Buenos Aires

    "Ein Turniersieg wäre wieder einmal schön. Es wäre wieder einmal an der Zeit", hatte der 24-Jährige vor seinem am Donnerstag erfolgten Abflug nach Buenos Aires gesagt. "Ich will in den nächsten Wochen gut spielen. In den letzen ein, zwei Jahren ist das bei dieser Mini-Sandsaison sehr gut für mich gelaufen." In Acapulco wird schon auf Hartplatz gespielt, womit es quasi eine Vorbereitung auf die Masters-1000-Turniere im März in Indian Wells und Miami ist.

    Bei einem dieser zwei Events wird Trainer Günter Bresnik seinem Schützling nachreisen. Bis dahin wird der Weltranglisten-Sechste von Galo Blanco betreut. "Er ist ein richtig guter Trainer", lobte Thiem den 41-jährigen Spanier. "Er war auch schon in Teneriffa mit (Saisonvorbereitung, Anm.). Er war selbst ein sehr, sehr guter Spieler und kann sich reinfühlen in das, was ich mache. Er ist auch richtig motiviert, es macht Spaß."

    Hohe Erwartungshaltung

    Die Augen und die Aufmerksamkeit der Zuschauer sind mittlerweile verstärkt auf Thiem gerichtet, das war etwa vor zwei Jahren bei seinen Triumphen in Buenos Aires und Acapulco noch nicht ganz so. "Da habe ich in fast jedem Match frei aufspielen können. Jede gewonnene Runde bei einem größeren Turnier war ein großer Erfolg. Das ist heute natürlich komplett anders. Wenn ich ein Achtelfinale bei einem Grand Slam verliere, ist es eine halbe Enttäuschung."

    Befreit aufspielen gebe es für ihn heutzutage nicht mehr, denn eine so gute Weltranglistenposition verschaffe auch einen gewissen Druck. "Aber da gewöhnt man sich auch daran. Doch klar will man die gute Position halten." Wenn das gelingt, sei die Anzahl der Titel auch nicht so wichtig. "Solange ich in den Top 5 abschließe, ist es mir eigentlich egal. Aber sicher ist jeder Turniersieg schön, weil es selten ist, dass man einmal eine Woche ohne Niederlage abschließt."

    Argentinier Zeballos Achtelfinalgegner

    In Buenos Aires hat der topgesetzte ÖTV-Star zum Auftakt ein Freilos, in der zweiten Runde, zugleich das Achtelfinale, bekommt er es mit dem 32-jährigen Argentinier Horacio Zeballos oder einem Qualifikanten zu tun. Gegen Zeballos, der im Ranking auf Position 66 liegt, hat er das bisher einzige Duell 2017 bei den French Open klar in drei Sätzen für sich entschieden.

    Auf eine erfolgreiche Woche hofft auch Andreas Haider-Maurer. Der Niederösterreicher ist dank seinem "Protected Ranking" im Hauptbewerb dabei und misst sich dabei zum Auftakt mit dem Argentinier Diego Schwartzman. Der 25-Jährige ist Ranglisten-24. und daher haushoher Favorit gegen den auf Position 420 abgerutschten ÖTV-Akteur. Im Head-to-Head steht es 2:0 für Schwartzman. (APA, 11.2.2018)

    • Wenn die Position in der Weltrangliste stimmt, ist die Anzahl der Titel für Dominic Thiem nicht so wichtig.
      foto: apa/expa/sebastian pucher

      Wenn die Position in der Weltrangliste stimmt, ist die Anzahl der Titel für Dominic Thiem nicht so wichtig.

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