Bayern auch von Schalke nicht zu bremsen

10. Februar 2018, 21:02
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Münchner setzen sich gegen starke Gelsenkirchner mit 2:1 durch und ziehen weiter einsam ihre Kreise

München – Bayern München ist auch ohne den erkrankten Cheftrainer Jupp Heynckes nicht aufzuhalten. Während der 72-Jährige mit einem grippalen Infekt das Bett hütete, siegte der deutsche Rekordmeister gegen Schalke 04 mit 2:1 (2:1) und führt die Bundesliga-Tabelle nun wieder mit nahezu uneinholbaren 18 Punkten Vorsprung an. Der 28. Titel bleibt einzig eine Frage der Zeit. Bei den Bayern spielte David Alaba durch, bei Schalke wurde Guido Burgstaller in der 64. Minute ausgetauscht. Alessandro Schöpf war über die komplette Distanz im Einsatz.

Robert Lewandowski (6.) egalisierte zunächst mit seinem 19. Saisontor einen Bundesliga-Rekord seines Trainers und traf im elften Heimspiel in Folge, Heynckes war das 1972/73 bei Mönchengladbach gelungen. Nach dem Ausgleich von Schalkes Franco Di Santo (29.) brachte Thomas Müller (36.) die Bayern erneut in Führung und stellte die Weichen für den 50. Bayern-Erfolg gegen Schalke in der Liga.

Die Königsblauen waren von ihrem Coach Domenico Tedesco glänzend eingestellt worden und bereiteten den Bayern durch ihr aggressives Pressing einige Mühe. Den Münchnern gelang es nur selten, ihre dominante Spielweise durchzubringen. Einige ihre besten Szenen ergaben sich aus eher untypischen Gegenstößen. Am positiven Schalker Auftritt hatte auch Bald-Bayer Leon Goretzka beim Vorspielen in der Allianz Arena einen wichtigen Anteil.

Erste Chance sitzt

Nach einem flotten Beginn der Gäste nutzten die Münchner gleich ihre erste Gelegenheit. Nachdem Fährmann einen Fernschuss von Müller nur unzureichend abwehrte, setzte Lewandowski energisch nach und verwertete den Abpraller. Den couragiert agierenden Gästen gelang dann verdient der Ausgleich, Di Santo traf mit einem Schrägschuss. Lange konnte man sich daran nicht erfreut, Keeper Ralf Fährmann sah ganz schlecht aus, als Müller fast von der Grundlinie die erneute Führung glückte.

Beim FC Bayern machte sich das Überangebot an Stars bemerkbar, erstmals standen alle 19 Feldspieler zur Verfügung. Während der genesene Thiago noch wie geplant die Zuschauerrolle auf der Tribüne einnahm, taten dies Nationalspieler Sebastian Rudy und der Spanier Juan Bernat unfreiwillig.

Schalke, das letztmals gegen die Bayern am 2. März 2011 gewonnen hatte, hielt nicht nur körperlich dagegen, sondern kombinierte sich auch immer wieder geschickt aus der eigenen Defensive nach vorn. Nur im Abschluss war man manchmal zu zögerlich. Die Bayern dagegen lebten oft von ihrer individuellen Klasse, die auch bei Chancen von Lewandowski (27./34.) und Alaba (20.), der sein 200. Bundesligaspiel absolvierte, aufblitzte.

Schalke blieb auch in der zweiten Halbzeit mutig und bemühte sich um einen Punktgewinn. Für die Münchner ergaben sich dadurch Räume, die aber sowohl Müller als auch Lewandowski nicht konsequent ausnutzten. Schalkes Breel Embolo (71.) stand dann kurz vor dem Ausgleich, scheiterte aber an Bayern-Keeper Sven Ulreich. (sid, red – 10.2. 2018)

  • Franck Ribery geht auch Tuchfühlung, hinter ihm verbirgt sich Goalgetter Robert Lewandowski.
    foto: apa/afp/schiffmann

    Franck Ribery geht auch Tuchfühlung, hinter ihm verbirgt sich Goalgetter Robert Lewandowski.

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