SKN nach Pleite gegen Mattersburg nicht mehr zu retten

10. Februar 2018, 20:33
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Prevljak hat mit zwei Goals maßgeblichen Anteil am Erfolg der Burgenländer, St. Pöltnern fehlen nun bereits 13 Punkte auf den neunten Platz

St. Pölten – Das rettende Ufer entschwindet für den SKN St. Pölten in der Fußball-Bundesliga in immer weitere Fernen. Am Samstag unterlag das Schlusslicht vor eigenem Publikum dem SV Mattersburg glatt mit 0:3 (0:0). Held des Abends war Stürmer Smail Prevljak, der in der zweiten Hälfte zweimal traf. Die Burgenländer überholten damit in der Tabelle Altach und rückten auf Platz sieben vor.

Beide Teams taten sich vor schütterer Kulisse in der NV-Arena schwer. Nach einer torlosen ersten Hälfte brachte Prevljak die Gäste in der 49. Minute aber nicht unverdient in Führung, da Mattersburg bis dahin die gefährlichere Mannschaft gewesen war. In der 63. Minute legte die Nummer 14 einen weiteren Treffer nach, ehe der eingewechselte Alois Höller (84.) den Endstand besorgte.

Für St. Pölten erscheint der Kampf um den Klassenerhalt nach der fünften Niederlage in Serie immer aussichtsloser. Nach 22 Runden liegt die Truppe von Trainer Oliver Lederer bereits 13 Punkte hinter dem Vorletzten WAC. Die Kärntner besiegten am Samstag Sturm Graz auswärts mit 1:0.

In einer zerfahrenen Partie hatten die Mattersburger die besseren Aktionen in der Offensive. Kopfbälle von Masaya Okugawa (14.) und Markus Pink (19.) waren allerdings keine Gefahr für Filip Dmitrovic, der wieder den Vorzug im Tor der Niederösterreicher bekommen hatte. In der 31. Minute verhinderte der 22-Jährige gegen Prevljak den Gegentreffer, indem er beim Schuss des Bosniers den Weg zwischen seine Beine versperrte. St. Pölten hatte zwar in den meisten Statistiken die Nase vorne, brachte jedoch keinen einzigen Torschuss zustande.

Nach Wiederanpfiff brachte Prevljak den Ball nach einem cleveren Doppelpass mit Okugawa aus kurzer Distanz im Tor unter. Der Treffer war schön herausgespielt, wenngleich sich die St. Pöltner Hintermannschaft relativ leicht auseinandernehmen ließ. Kurz darauf hatten die Gastgeber Glück, dass die Salzburg-Leihgabe nicht gleich im Doppelpack zuschlug. Ein Schuss Prevljaks vom Sechzehner segelte nur knapp am Tor vorbei.

Harmloser Letzter

St. Pölten fand auch danach kein probates Mittel für die Offensive. Ein Versuch von Kapitän Dominik Hofbauer (59.) aus rund 20 Metern zog am Gehäuse vorbei. Auf der Gegenseite machte es Prevljak besser, der nach Flanke von rechts und Kopfball von Pink den Ball wieder aus wenigen Metern über die Linie drückte. Jano (70.) verfehlte aus der Distanz das 3:0, das schließlich "Joker" Höller machte: Nach einem energischen Antritt spitzelte er die Kugel an Dmitrovic vorbei. (APA – 10.2. 2018)

Bundesliga, 22. Runde:

SKN St. Pölten – SV Mattersburg 0:3 (0:0). St. Pölten, NV-Arena, 2.381, SR Lechner

Tore: 0:1 (49.) Prevljak, 0:2 (63.) Prevljak, 0:3 (84.) Höller

St. Pölten: Dmitrovic – Luan, Huber, Muhamedbegovic – Rasner (78. Keles), Malicsek (56. Entrup), Hofbauer, Bajrami, Mehmedovic (46. Schütz) – Atanga, Pak

Mattersburg: Kuster – Novak, Malic, Mahrer, Lercher – Grgic (74. Ertlthaler), Jano – Okugawa, Perlak (71. Ortiz), Pink (76. Höller) – Prevljak

Gelbe Karten: Hofbauer bzw. Okugawa

Stimmen:

Oliver Lederer (St.-Pölten-Trainer): "Erste Halbzeit waren wir gut im Spiel. Wir hätten darauf aufbauen müssen, das ist uns aber nicht gelungen. Unsere Situation ist sehr herausfordernd und schwierig, aber es sind noch einige Runden zu spielen."

Gerald Baumgartner (Mattersburg-Trainer): "Der SKN hat es uns in der ersten Hälfte schwer gemacht. Wir haben dann drei wunderschöne Tore erzielt. Ein Kompliment an die Mannschaft. Wir müssen jetzt permanent Punkte holen. Das ist der nächste Step, den wir machen wollen. Wir wünschen dem SKN alles Gute für die Zukunft. Man darf die Hoffnung nicht aufgeben."

Dominik Hofbauer (St.-Pölten-Kapitän und Mittelfeldspieler): "Wir werden alles geben, so lange es rechnerisch möglich ist, aber es wäre naiv von uns, wenn wir nicht mit einem Auge auch auf die Relegation blicken würden."

Alois Höller (Mattersburg-Mittelfeldspieler): "Das Spiel war bei 0:0 auf Messers Schneide. In der zweiten Hälfte haben wir das erste Tor gemacht, hinten raus haben wir dann richtig gut Fußball gespielt. Wir hätten sogar noch ein, zwei Tore mehr machen können."

  • Oliver Lederers St. Pöltners bekommen weiter keinen Boden unter die Füße.
    foto: apa/expa/haumer

    Oliver Lederers St. Pöltners bekommen weiter keinen Boden unter die Füße.

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