Sieg in Altach, Salzburg klare Nummer eins

10. Februar 2018, 17:55
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Lainer erzielte nach der Pause den einzigen Treffer der Partie in Vorarlberg – Altach bleibt im Frühjahr sieg- und torlos

Altach – Auch eine kleine Grippewelle konnte Red Bull Salzburg nicht außer Tritt bringen. Am Samstag feierten die Bullen ohne den erkrankten Trainer Marco Rose einen 1:0-(0:0)-Erfolg bei Altach und hat damit auch nach der 22. Runde der Fußball-Bundesliga die Tabellenführung sicher, fünf Punkte beträgt plötzlich der Vorsprung auf Sturm Graz.

Mit einem leicht abgefälschten Weitschuss entschied Stefan Lainer (55.) die Partie zugunsten der ersatzgeschwächten, aber überlegenen Gäste, die sich wie schon im Herbst mit 1:0 durchsetzten. Altach hingegen wartet weiter auf den ersten Sieg und das erste Tor im Frühjahr und droht den Anschluss an die obere Tabellenhälfte zu verlieren.

Weil die Grippe im Lager der Salzburger für einige Ausfälle gesorgt hatte, trug das Gesicht der Gäste vor allem an der Seitenlinie und in der Defensive veränderte Züge. Rose, der von seinen Assistenten Rene Aufhauser und Alexander Zickler vertreten wurde, fehlte ebenso wie Hannes Wolf, Christoph Leitgeb und Innenverteidiger Duje Caleta-Car. Zudem musste Andre Ramalho mit einer Oberschenkelblessur passen. Die Defensivzentrale bildeten damit erstmals Jerome Onguene und der eigentlich noch nicht wieder vollfitte Marin Pongracic.

Chancen hüben und drüben

Dennoch dominierte spielerisch wie zu erwarten klar Salzburg. Aber auch Altach, das mit einer defensiven Fünferkette agierte, wurde schon vor der Pause mehrmals gefährlich. Dabei in den Hauptrollen: Die beiden offensiven Spitzen Christian Gebauer und Salzburg-Leihe Mathias Honsak, immer wieder "gefüttert" von präzisen Zuspielen aus dem Mittelfeld. So musste Goalie Alexander Walke einmal gegen Gebauer (23.) eingreifen, retteten Pongracic und Samassekou in letzter Sekunde vor Honsak (33. und 42.). Walke parierte zudem einen Kopfball von Philipp Netzer.

Trotz eines Ballbesitzes von 71 Prozent vor der Pause hatte Salzburg auch nicht mehr Möglichkeiten. Altachs Schlussmann Martin Kobras war bei Schüssen Xaver Schlager ebenso zur Stelle (13., 33.) wie gegen Takumi Minamino (28.) und bei einem Kopfball Lainers (38.).

Verdiente Führung

Kobras war auch gleich nach Wiederbeginn bei einem Schuss von Takumi Minamino gefragt (47.), während Altach kaum mehr nach vorne kam. Salzburg war sichtlich um eine Klärung der Verhältnisse bemüht und nach einigen erfolglosen Aktionen schließlich auch erfolgreich: Ein leicht abgefälschter Weitschuss Lainers zappelte in der 55. Minute im langen Eck. Wenig später hätte Hee-chan Hwang per Lattenpendler fast nachgelegt, der Ball sprang aber zurück ins Feld.

Damit war die Partie eigentlich auch schon gelaufen. Im Gegensatz zur ersten Hälfte kam Altach zu keinen nennenswerten Chancen, aber auch die Salzburger hatten in der letzten halben Stunde nur noch eine echte Möglichkeit zu verzeichnen: Da war aber einmal mehr Kobras gegen Minamino zur Stelle. Umso überraschender kam im Finish ein scharfer Kopfball von Altachs Mittelfeldmann Boris Prokopic, der bei seinem Comeback nach fast einem Jahr Walke noch zu einer Parade zwang (86.). (APA, 10.2. 2018)

Bundesliga, 22. Runde:

SCR Altach – Red Bull Salzburg 0:1 (0:0). Altach, Cashpoint-Arena, 3.803, SR Grobelnik

Tor: 0:1 (55.) Lainer

Altach: Kobras – Lienhart, Zech, Netzer, Zwischenbrugger, Schreiner – Salomon, Mahop (75. Prokopic), Nutz (73. Aigner) – Gebauer, Honsak (66. Meilinger)

Salzburg: Walke – Lainer, Pongracic, Onguene, Ulmer – X. Schlager, Samassekou, Minamino (89. Haidara), Va. Berisha (46. Yabo) – Hwang (68. Gulbrandsen), Dabbur

Gelbe Karten: Netzer, Schreiner bzw. Lainer, Pongracic

Stimmen:

Klaus Schmidt (Altach-Trainer): "Wir wollten etwas anderes probieren, waren doch etwas zu ausrechenbar (zur Fünferkette). Die Mannschaft hat den Plan sehr, sehr gut umgesetzt. Am Ende waren es zwei Fehler zu viel gegen eine Mannschaft wie Salzburg. Die ersten Minuten der zweiten Hälfte haben wir ein bisschen verschlafen. Es war ein anderes Gesicht des Teams gegenüber dem WAC-Spiel. Das Ergebnis tut weh, weil wir einfach nicht klar unterlegen waren."

Rene Aufhauser (Salzburg-Co-Trainer): "Kompliment an das ganze Team. Aber wir waren schon ein bisschen überrascht, dass Altach die Fünferkette ausgepackt hat. In der Pause haben wir das angesprochen und im Mittelfeld das Spiel ein bisschen anders angelegt, weil es zuvor kaum Räume gegeben hat. Das ist uns dann besser gelungen. Letztlich war der Sieg verdient."

  • Stefan Lainer ist auch per Kopf stark, die Partie in Altach entschied er aber mit dem Fuß.
    foto: apa/stiplovsek

    Stefan Lainer ist auch per Kopf stark, die Partie in Altach entschied er aber mit dem Fuß.

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