EU-Kommissarin verteidigt Maßnahmen gegen Google und Facebook

10. Februar 2018, 11:36
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"Unser Anspruch ist, alle Unternehmen absolut gleich zu behandeln, egal woher sie kommen oder welche Größe sie haben"

Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager hat die Maßnahmen der EU gegen US-Unternehmen wie Google und Facebook verteidigt. "Wenn eine neue Technologie so einschneidende Folgen hat, ist es unsere Pflicht, hier besonders wachsam zu sein", sagte sie der "Rheinischen Post" (Samstag-Ausgabe).

Trump-Kritik

Kritik von US-Präsident Donald Trump, wonach es der Kommission darum gehe, erfolgreiche US-Firmen auszubremsen, wies sie zurück. "Wir nehmen diesen Vorwurf nicht auf die leichte Schulter", sagte Vestager. "Aber wir konnten in den konkreten Fällen nicht den Hauch eines Belegs dafür entdecken, dass dieser Vorwurf gerechtfertigt wäre."

Gleichbehandlung

"Unser Anspruch ist, alle Unternehmen absolut gleich zu behandeln, egal woher sie kommen oder welche Größe sie haben", sagte Vestager. Sie glaube nicht daran, dass sich europäische Verbraucher groß darum kümmerten, welcher Nationalität eine Firma sei, deren Produkte oder Dienstleistungen sie nutzten.

Strafen gegen Facebook und Google

Die Brüsseler Kommission hatte im Juni wegen der Produkt-Anzeigen in Suchergebnissen eine Rekord-Wettbewerbsstrafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt. Gegen Facebook verhängten die Wettbewerbshüter im vergangenen Jahr Bußgelder von 110 Millionen Euro. Dabei ging es um die Bündelung von Nutzerdaten zwischen dem Sozialen Netzwerk Facebook und dem Messengerdienst WhatsApp, die auch Datenschützer auf die Barrikaden treibt. (APA, 10.2.2018)

  • Die Brüsseler Kommission hatte im Juni eine Wettbewerbsstrafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt.
    foto: ap/ansa/daniel dal zennaro/

    Die Brüsseler Kommission hatte im Juni eine Wettbewerbsstrafe von 2,42 Milliarden Euro gegen Google verhängt.

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