Russische Nuklearforscher wollten mit Supercomputer Bitcoin-Schürfen

9. Februar 2018, 16:28
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Mehrere hochrangige Wissenschafter wurden vom russischen Geheimdienst festgenommen

Das Nuklearzentrum in Sarov ist Sperrgebiet: Nur wenige Wissenschafter erhalten Zutritt zu der Anlage, in der Russland Atomsprengköpfe produziert. Jetzt wurde ein peinlicher Zwischenfall publik. Eine Reihe von Forschern wollten den Supercomputer der Anlage dazu missbrauchen, Bitcoins zu schürfen. Das bestätigte der Pressedienst der Anlage.

FSB ermittelt

Die Wissenschafter flogen auf, weil sie den Supercomputer mit dem Internet verbinden wollten. Aus Sicherheitsgründen war dieser vom Netz abgeschnitten. Der russische Geheimdienst FSB ermittelt nun. Der Supercomputer hat eine Rechenleistung von einem Petaflop.

Schürfen

Die Blockchain, auf der Bitcoin basiert, benötigt dezentralisierte Rechenleistung, um Transaktionen zu verarbeiten. Als Belohnung für das sogenannte "Schürfen" werden Bitcoins verteilt. Diese sind mittlerweile jedoch nur mehr mit hohem Aufwand erreichbar. Deshalb gibt es etwa immer mehr Malware, die Rechenleistung von Dritten absaugt, um Kryptowährungen zu schürfen. (red, 9.2.2018)

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BBC

  • Der Wunsch nach Reichtum durch Bitcoin verführte offenbar russische Nuklearforscher
    foto: apa/afp/guez

    Der Wunsch nach Reichtum durch Bitcoin verführte offenbar russische Nuklearforscher

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