Verwaltungsgericht: Kein überhöhter ORF-Preis für Champions League

    9. Februar 2018, 16:20
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    Beschwerde von Puls 4 abgewiesen – Anfechtung bei Höchstgerichten möglich

    Wien – Puls 4 ist in Sachen Champions League auch in zweiter Instanz gegen den ORF abgeblitzt. Der Privatsender aus der ProSiebenSat1Puls4-Gruppe hat sich beschwert, dass der ORF in den Saisonen 2015 bis 2018 zu überhöhten, nach kaufmännischen Grundsätzen nicht gerechtfertigten Preisen die CL-Rechte eingekauft habe. KommAustria und nun auch das Bundesverwaltungsgericht wiesen Puls 4 ab.

    Im Juni 2015 fand die Medienbehörde KommAustria die Konditionen durchaus marktkonform, das ORF-Gesetz sei damit nicht verletzt, der Wettbewerb nicht verzerrt.

    Puls 4 hat die Berechnungen eines Sachverständigen im Auftrag der KommAustria über den marktkonformen Preis infrage gestellt. Die Einwände und Alternativberechnungen von Puls 4 hat das Bundesverwaltungsgericht nun verworfen. Das Gericht lehnte auch eine Prüfung ab, ob der Kauf von Sportrechten zur Erfüllung des öffentlich-rechtlichen Auftrags "erforderlich" war, eine Formulierung aus Paragraf 31c des ORF-Gesetzes. Das Gericht sah jedenfalls das Gegenteil nicht als erwiesen an. Das Bundesverwaltungsgericht verneint eine Wettbewerbsverzerrung und wies die Puls-4-Beschwerde ab.

    Puls 4 kann die Entscheidung nun bei Verfassungs- und Verwaltungsgerichtshof anfechten. DER STANDARD richtete Freitag eine Anfrage über den weiteren Rechtsweg an Puls 4.

    Abschied aus dem Free TV

    Die Champions League läuft nur noch diese Saison im Free TV. Die Rechte für den deutschsprachigen Raum haben die beiden Pay-Plattformen Sky und Dazn gekauft. (fid, 9.2.)

    • Cristiano Ronaldo (Real Madrid) gegen Neven Subotix (Dortmund) am 6. Dezember 2017 in Madrid.
      foto: afp photo / javier soriano

      Cristiano Ronaldo (Real Madrid) gegen Neven Subotix (Dortmund) am 6. Dezember 2017 in Madrid.

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