Ermittlungen wegen Betrugs nach "Flitzer"-Vorfall im Derby

    9. Februar 2018, 18:29
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    Betrugsverdacht gegen jene Männer, die beim Wiener Derby während eines Austria-Angriffs auf den Platz gestürmt waren

    Wien – Die Wiener Polizei hat am Freitag Ermittlungen wegen Betrugs nach der Aktion der beiden "Flitzer" im Wiener Fußball-Derby vom Sonntag (1:1) bestätigt. Das habe sich aus einer ersten Aussage eines der beiden nach deren Anhaltung herauskristallisiert, der sagte, dass er viel Geld verloren hätte, wenn die Austria noch ein Tor erzielt hätte. Dadurch habe sich automatisch ein Betrugsverdacht ergeben.

    Des weiteren hieß es, dass einer der Beschuldigten, Vinko L., gegenüber der Polizei ausgesagt habe, mit Rapid-Spieler Dejan Ljubicic verwandt zu sein. Beide Eindringlinge hatten bei ihrer Aktion Ljubicic umarmt.

    Dementi aus Hütteldorf

    Rapid reagierte am Nachmittag auf den in den Medien aufgetauchten Bericht. "Nach mehrfacher Rücksprache mit Dejan Ljubicic informieren wir, dass der besagte Vinko L. mit ihm weder bekannt und schon gar nicht verwandt ist", hieß es in dem Statement.

    In den Online-Ausgaben von "Krone" und "Kurier" war zu lesen gewesen, dass die beiden Männer bei ihrer Einvernahme angegeben hätten "dass sie von Rapid-Seite nichts zu befürchten haben, da sie dort gut bekannt sind".

    Während der Sachverhaltsaufnahme habe sich Rapid-Trainer Goran Djuricin auch freundschaftlich auf Kroatisch mit den Männern unterhalten. Rapid hielt indes fest: "Auch Trainer Goran Djuricin ist mit den beiden Flitzern trotz anderslautender Gerüchte weder bekannt und schon gar nicht verwandt."

    Djuricin selbst erklärte auf krone.at: "Ich bin zwischen den TV-Interviews vom ORF zu Sky gewechselt. Daneben sind die zwei jungen Burschen noch gestanden, haben fast geweint. Sie haben mich gerufen: 'Gogo, Gogo, bitte hilf uns. Wir müssen jetzt 20.000 Euro zahlen!' (...) Ich habe sie nur beruhigen wollen, gesagt, dass sie einen großen Blödsinn gemacht haben, aber alles schon nicht so schlimm wird. So bin ich halt." (APA, 9.2.2018)

    • Es wird ermittelt.
      foto: apa/expa/thomas haumer

      Es wird ermittelt.

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