Jagd auf Heynckes-Rekord

9. Februar 2018, 14:32
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Stürmer: "Denke, der Trainer drückt mir die Daumen"- Schalke muss Abwehr umbauen – Dortmund gegen Vorletzten HSV

München – Schalke 04 wartet seit 14 Spielen in der deutschen Fußball-Bundesliga auf einen Sieg gegen den FC Bayern. Am Samstag (18.30 Uhr) unternehmen die Königsblauen in München den nächsten Versuch, dem Rivalen ein Bein zu stellen. Der Tabellenführer hat seit Ende November keine Partie mehr verloren. Torjäger Robert Lewandowski will seinem Trainer Jupp Heynckes einen Rekord abluchsen.

Als Stürmer von Borussia Gladbach erzielte Heynckes in der Saison 1972/73 in den ersten elf Heimspielen der Saison immer mindestens ein Tor. Lewandowski gelang dies bisher in den ersten zehn Partien in der Allianz Arena. Den Angreifer reizt die Bestmarke, und er hofft, dass auch Heynckes sie ihm gönnt: "Ich denke, der Trainer drückt mir die Daumen", sagte der Pole, der bei insgesamt 18 Treffern hält.

Umbauen

Erfolgreichster Schalke-Torschütze in der Liga ist der Kärntner Guido Burgstaller mit sieben Volltreffern. Der Kärntner bewies seine Wichtigkeit am Mittwoch mit dem einzigen Tor beim 1:0-Sieg im DFB-Cup-Viertelfinale gegen den VfL Wolfsburg. Burgstaller soll auch am Samstag zur ersten Mannschaft gehören, ÖFB-Kollege Alessandro Schöpf hat ebenfalls gute Karten für einen Einsatz.

Schalke-Coach Domenico Tedesco muss allerdings seine Abwehr umbauen. Für den Gelb-Rot-gesperrten Innenverteidiger Matija Nastasic dürfte Benjamin Stambouli rechts in die Dreierkette rücken und Thilo Kehrer auf der linken Seite verteidigen.

Ein wiederkehrendes Thema, wenn sich die beiden Clubs treffen, sind Abwerbeversuche der Bayern in Richtung von Schalke-Leistungsträgern. Meistens verlaufen diese Bemühungen erfolgreich, so war es aktuell auch bei Leon Goretzka, der nach der Weltmeisterschaft im Sommer zum Abo-Meister aus München wechselt.

Der deutsche Nationalspieler, der am Mittwoch sein erstes Match in diesem Jahr über 90 Minuten bestritt, dürfte ebenfalls gegen seinen künftigen Arbeitgeber in der Startformation stehen. "Leon kommt immer besser in Fahrt", betonte Tedesco. "Er freut sich auf das Spiel, aber nicht, weil er im Sommer bei Bayern München spielt. Er brennt, er weiß, dass er im Fokus steht. Große Aufgaben pushen ihn."

Vorbild

Der 32-Jährige schwärmt von seinem Gegenüber Heynckes. "Er ist ein Vorbild. Ich sehe zu ihm auf", sagte Tedesco am Freitag über den 40 Jahre älteren Fußballlehrer. Der 72-Jährige sei ein "super Trainer" und habe einen "super Zugang" zu seinen Spielern, lobte der Deutsch-Italiener. Er sehe sich gern Interviews von Heynckes an, "weil er immer sehr sachlich ist".

BVB-Trainer Peter Stöger bereitete seine Dortmunder auf das Heimspiel gegen den Hamburger SV vor. Für die Schwarz-Gelben sind im Kampf um Platz zwei drei Punkte quasi ein Muss. Die Hamburger müssen als Tabellenvorletzter unbedingt punkten, um nicht weiter zurückzufallen. Bis zu Stögers Ex-Verein 1. FC Köln, der weiterhin am Tabellenende steht, sind es derzeit noch vier Zähler. (APA, 9.2.2018)

Freitag:
RB Leipzig – FC Augsburg (20.30 Uhr)

Samstag:
Borussia Dortmund – Hamburger SV,
1899 Hoffenheim – FSV Mainz ,
Bayer Leverkusen– Hertha BSC Berlin,
Hannover 96 – SC Freiburg,
Eintracht Frankfurt – 1. FC Köln (alle 15.30 Uhr);
Bayern München – Schalke 04 (18.30 Uhr)

Sonntag:
VfB Stuttgart – Borussia Mönchengladbach (15.30 Uhr),
Werder Bremen – VfL Wolfsburg (17.30 Uhr)

  • Das Münchner Gespann.
    foto: apa/afp/guenter schiffmann

    Das Münchner Gespann.

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