"New York Times" nahm mit Abos erstmals eine Milliarde Dollar ein

    9. Februar 2018, 12:14
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    Umsatz mit Digitalabonnenten stieg um 46 Prozent – Mehr als 2,6 Millionen Digitalabonnenten

    New York – Donald Trump schimpft die "New York Times" gemeinhin ein "scheiterndes" Medium. Die Zahlen der The New York Times Company sagen anderes: Der Konzern hat 2017 erstmals mehr als eine Milliarde Dollar mit Abonnements eingenommen.

    Der Konzern meldet mit Jahresende 2017 mehr als 2,6 Millionen reine Digitalabos – für Nachrichten, aber auch für Kochrezepte und Kreuzworträtsel. Der Umsatz mit Digitalabos stieg um 46 Prozent auf 340 Millionen Dollar.

    Im vierten Quartal 2017 legten sie um 51 Prozent zu auf 96 Millionen Euro in drei Monaten. Von Oktober bis Dezember 2017 legten die Digitalabos um 157.000 zu.

    Die Abo-Umsätze insgesamt legten um 15 Prozent zu, im vierten Quartal um 19 Prozent auf 269 Millionen Dollar von Oktober bis Dezember.

    60 Prozent der Einnahmen mit Abos

    Die Abo-Einnahmen machen laut "New York Times" inzwischen 60 Prozent der gesamten Konzernumsätze aus. Das Wachstum der Digitalabos steigerte den Gesamtumsatz der New York Times Company um acht Prozent auf 1,7 Milliarden Dollar; im vierten Quartal legte der Konzern um zehn Prozent auf 484 Millionen Dollar Umsatz zu.

    Seit Donald Trump die US-Präsidentschaftswahlen 2016 gewonnen hat, legen die Abos von journalistischen Medienhäusern wie der "New York Times" kräftig zu.

    Werbeeinnahmen: 46 Prozent digital

    Die Einnahmen mit Onlinewerbung stiegen 2017 um 14 Prozent auf 238 Millionen Dollar. Im vierten Quartal wuchsen sie unterdurchschnittlich um neun Prozent. Online spielt 46 Prozent der Werbeeinnahmen der Times Co. aus. Die Werbeeinnahmen insgesamt sanken um vier Prozent auf 559 Millionen Dollar.

    Die New York Times Company will bis 2020 800 Millionen Dollar digital einnehmen. Digitalwerbung und Digitalabos liegen derzeit bei mehr als 600 Millionen.

    Unter dem Strich

    Wie sieht es unter dem Strich aus? Die Times Co meldet einen Nettoverlust von 58 Millionen Dollar im vierten Quartal. Das operative Ergebnis sank nach Konzernangaben wegen gestiegener Kosten und dem Aufwand für eine Pensions-Regelung von 56 auf 23 Millionen Dollar. (red, 9.2.2018)

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