Kurz löst den Bundespressedienst auf

    8. Februar 2018, 23:13
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    Medienarbeit neu unter Kanzler Kurz

    Wien – Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) löst den Bundespressedienst auf. Das sei Teil einer "organisatorischen Straffung", berichtet "Die Presse" in ihrer Freitagausgabe. Der Bundespressedienst war bisher eine von sieben Bundeskanzleramtssektionen, nun werde deren Zahl auf fünf reduziert.

    Die bisherigen Fachabteilungen des Bundespressedienstes – etwa Newsmanagement oder Medienbetreuung – wandern in die Zuständigkeit des neuinstallierten Regierungssprechers Peter Launsky-Tieffenthal, der seinerseits dem Kanzleramtsgeneralsekretär unterstellt sei.

    Laut provisorischer Geschäftseinteilung vom 8. Jänner 2018 ist dies Dieter Kandlhofer. Ihm würden künftig auch sämtliche Sektionsleiter und -leiterinnen unterstehen. So etwa Nicole Bayer (früher Kabinettsleiterin des Kanzlers Werner Faymann), die trotz ihrer SPÖ-Nähe Chefin der Präsidiumssektion bleibe, Jürgen Meindl (Ex-Vizekabinettschef bei Faymann), der weiterhin die Kunst- und Kultursektion leiten, sowie Ines Stilling (Exbürochefin der SPÖ-Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek), die künftig die Sektion für Frauenangelegenheiten und Gleichstellung leiten würden.

    Der bisherige Leiter des Bundespressediensts, Wolfgang Trimmel – er war zuvor Sprecher des Wiener Bürgermeisters Michael Häupl (SPÖ) –, soll laut dem Bericht eine neue Aufgabe im Kanzleramt bekommen. Unter der Führung von Launsky-Tieffenthal werde er die "Informationspolitik rund um das politische Geschehen" mit neu gestalten.

    Die Medienstrategie der Regierung wiederum werde künftig in einer neuen Stabstelle für Kommunikationsplanung erarbeitet, die von Kurz' Ex-Pressesprecher Gerald Fleischmann geleitet wird.

    Die Sachpolitik der Regierung wird laut dem Bericht künftig in der Sektion IV des Bundeskanzleramts koordiniert. Unter der schwarz-blauen Regierung kamen die Europaagenden aus dem Außenministerium dazu. Die Leitung der Sektion IV solle neu ausgeschrieben werden. Favorit für die Nachfolge des bisherigen Sektionsleiters Stefan Imhof ist laut "Presse" Alexander Schallenberg, derzeit Chef der Europasektion im Außenamt. (APA, 8.2.2018)

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