Tausende neue Dopingprobensets für Olympia

7. Februar 2018, 12:51
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Schweizer Firma produziert Probenflaschen eines alten Modells nach um Manipulation zu verhindern

Pyeongchang – Das Schweizer Unternehmen Berlinger produziert derzeit rund 4.350 Doping-Probensets für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang nach. Das IOC und die WADA hatten in der Vorwoche auf einen Medienbericht reagiert, der Manipulationsmöglichkeiten beim Handling mit den neuen Urin-Probenflaschen von Berlinger aufgezeigt hatte.

Das IOC setzt deshalb nun wieder auf das Vorgängerprodukt der Schweizer, das verbessert worden sein soll. Dieses aus zwei High-Tech-Flaschen bestehende Kit wurde mit zusätzlichen Sicherheitselementen versehen, wie Firmenchefin Andrea Berlinger am Mittwoch erklärte. Derzeit arbeite man Tag und Nacht an der Produktion für Pyeongchang.

"Unser Credo ist, dass wir einen Beitrag zum sauberen Sport leisten wollen", erklärte Berlinger. Eine hundertprozentige Sicherheit gebe es aber nicht. Die Berlinger Spezial AG ist seit Sydney 2000 Hauptlieferantin der Flaschen für Dopingproben bei Olympischen Spielen.

Bei einer Dopingkontrolle werden jeweils zwei Flaschen benötigt, für eine A- und eine B-Probe. Die B-Probe wird eingefroren und nur genutzt, wenn ein Athlet die Analyse der A-Probe anzweifelt. Bei den Olympischen Winterspielen 2014 in Sotschi waren Dopingproben russischer Athleten geöffnet und der Inhalt gegen sauberen Urin ausgetauscht worden. (APA/sda, 7.2.2018)

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