Wissenschaft in Österreich: Attraktiver Standort oder Schlusslicht in der Forschung?

    User-Diskussion11. Februar 2018, 12:00
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    Mit dem Weggang des Genetikers Josef Penninger verliert Österreich einen international renommierten Wissenschafter. Wie steht es um den Forschungsstandort Österreich?

    Sein Jobwechsel machte diese Woche Schlagzeilen. Der Genetiker Josef Penninger nimmt das Angebot der University of British Columbia in Vancouver an und wird das renommierte Life Sciences Institute (LSI) mit 86 Forschungsgruppen leiten. Für die künftige Forschung in Österreich wünscht er sich, "dass die Begeisterung für Wissenschaft wieder neu gezündet wird, aber auch die Notwendigkeit der Forschung für die Zukunft des Landes erkannt wird".

    Wissenschaft wettbewerbsfähig machen

    "So erfolgreich die Biowissenschaften sind, so fragil ist das österreichische Pflänzchen Grundlagenforschung insgesamt", schreibt Peter Illetschko im STANDARD-Kommentar. "Penningers Abgang sollte ein Signal sein, um diese Bereiche noch mehr als bisher zu unterstützen. Es braucht noch viel mehr Köpfe wie ihn, um die Forschung hierzulande zu stärken und Österreich zu einem wirklich wettbewerbsfähigen Wissenschaftsstandort zu machen"

    DER STANDARD hat User und Leser im Forum gefragt, ob Österreich für Wissenschafter und Forscher ein attraktiver Standort ist und ob heimische Universitäten international mithalten können. Wissenschaft habe in Österreich einen untergeordneten Stellenwert, kritisiert User "Mus musculus":

    Es gebe zu wenig Personal und zu wenig Geld im Vergleich zu anderen Ländern, um international mithalten zu können, schreibt Poster "früherhättsdesnetgeben":

    Als katastrophal bezeichnet User "Ihre Rechtschreibung", dass Jobs in der Wissenschaft mit Unsicherheit verknüpft seien. Stichwort befristete Verträge und schlechte Bezahlung:

    Zum Teil fehlten technische Voraussetzungen, um adäquat forschen zu können, berichtet User "Sound Police":

    Poster "Dave Windorf" kritisiert die starren Strukturen in Österreich:

    Welche Erfahrungen haben Sie in Wissenschaft und Forschung gemacht?

    Was vermissen Sie an österreichischen Universitäten im Forschungsbereich, was Sie international schätzen gelernt haben? Und wo haben heimische Institute einen Vorteil? Wo sehen Sie Optimierungsbedarf? Posten Sie Ihre Einschätzung über den Forschungsstandort Österreich! (haju, 11.2.2018)

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