Das Klimt-Jahr im Überblick

    5. Februar 2018, 18:58
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    Klimt ist zwar heuer nicht der einzige Jahresregent, aber dafür der Prominenteste

    • Noch vor dem 100. Todestag Gustav Klimts am 6. Februar startete das Leopold-Museum am 18. Jänner mit "Wien um 1900: Klimt – Moser – Gerstl – Kokoschka". Der Schwerpunkt, der aus der Sammlung gespeisten Ausstellung, ist aber dem Universalkünstler Koloman Moser gewidmet: "Glanz und Glamour der Gesättigten". Die größere Klimt-Personale folgt dort ab 22. Juni.
    foto: leopold museum
    Gustav Klimt, "Aufziehendes Gewitter (Die große Pappel ll)", 1903 .

    Am 15. Jänner erschien auch eine neue Biografie zum unangefochtenen Star unter den Künstlern des Wiener Fin-de-Siècle und einem der "teuersten" Maler der Welt, verfasst von Mona Horncastle und Alfred Weidinger: Gustav Klimt. Die Biografie. >>> "Unter dem Ornament"


    Ein Kuss, der streng genommen keiner ist: Gustav Klimt hat in "Kuss" (hier ein Detail) von 1908 den Moment davor verewigt.
    • Ab 6. Februar gibt es im Belvedere eine neu gestaltete Umgebung für eines der berühmtesten Bilder der österreichischen Kunstgeschichte, Gustav Klimts "Kuss". Aufgrund der Neugestaltung der Schausammlung (Eröffnung 1. 3. 2018), die Meisterwerke der Sammlung nun nach Epochen gegliedert zeigen wird, ist das Bild nun im Nord-Ost-Trakt des Oberen Belvedere zu finden. Die Tageslichtpräsentation macht dann vermutlich auch die Selfie-Nische mit einer Reproduktion des Gemäldes obsolet.

    • Im Museum für angewandte Kunst kann man ebenfalls ab 6. 2. dank Künstler Frederick Baker ein Hauptwerk Klimts sogar betreten: Stoclet-Fries als Virtual-Reality-Landschaft: "Klimt hätte das gefallen"
    fotos: mak, georg mayer
    • Die Klimt-Villa (Feldmühlg. 11, 1130 Wien) gedenkt Klimt am 6. Februar (19.00) mit einem Konzert: Franz Schubert, "Winterreise" op 89, D911 (Ausführende: Hanna Bachman, Klavier Isabel Pfefferkorn, Mezzosopran; begrenzte TeilneherInnenzahl – nur 100 Karten verfügbar – daher Reservierung unter alakus@klimtvilla.at oder 01/876 11 25).

    • Pünktlich zum 100. Todestag von Gustav Klimt wird eine permanente Lichtinstallation aufleuchten: Brigitte Kowanz hat für das Rooftop der Klimt-Foundation im Wiener Museumsquartier eine zweiteilige Arbeit in weißem Neon realisiert.
    klimt-foundation
    Brigitte Kowanz Installation, die vom Hof des MQ zu sehen sein wird.
    klimt-foundation
    • Im Wiener Kunsthistorischen Museum reaktiviert man am 13. Februar die Klimt-Brücke aus dem Jubiläumsjahr 2012 unter dem Titel Stairway to Klimt: Die Besucherinnen und Besucher können die einzigartigen Frühwerke des Malers, die über der Eingangshalle in die Säulen- und Arkadenarchitektur des Stiegenhauses eingebettet sind, aus nächster Nähe im Original betrachten. Dazu wird in knapp 12 Metern Höhe eine Brücke über das Stiegenhaus gespannt, die den Aufstieg zu dem bedeutenden Bilderzyklus ermöglicht. "Göttlicher Gipfel: Oben bei Gustav Klimt". Bis zum 2. September ist obendrein Klimts Gemälde Nuda Veritas in der Antikensammlung zu sehen.
    foto: khm
    Zwischen Säulen: Gustav Klimts "Griechische Antike I".
    • Weiter gehts im Lentos in Linz am 16. Februar mit "1918 – Klimt – Moser – Schiele. Gesammelte Schönheiten". Gezeigt und unter verschiedenen Aspekten beleuchtet werden rund 75 Meisterwerke der Grafik und Malerei dieser weltberühmten Vertreter der Wiener Moderne. Themen sind etwa die oft rätselhaften Biografien der Porträtierten oder die komplexen Provenienzen der Bilder. "Klimt ist nicht das Ende"
    foto: lentos kunstmuseum linz
    Gustav Klimt: "Frauenkopf" (1917)
    • Zurück in Wien: Am 23. März startet im Unteren Belvedere "Klimt ist nicht das Ende: Aufbruch in Mitteleuropa". Als Gustav Klimt, Egon Schiele, Koloman Moser und Otto Wagner 1918 sterben, gilt das als Ende einer Ära. Das Kunstgeschehen in den Ländern der Donaumonarchie hatte sich jedoch schon früher von deren Einflüssen gelöst und weiterentwickelt. Es blieb von politischen Umbrüchen nahezu unberührt und war geprägt vom Wunsch nach Aufbruch. Die Ausstellung im Unteren Belvedere beleuchtet Kontinuitäten, Brüche und Fortschrittim Kunstschaffen jener Epoche nach Klimt. – Auch in der Ausstellung "Sag's durch die Blume! Österreichische Blumenmalerei von Waldmüller bis Klimt" später im Jahr (ab 22. 6.) werden Gemälde des Jubilars eine Rolle spielen. (Anne Katrin Feßler, 5. 2. 2018)
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