Israeli im Westjordanland von Palästinenser erstochen

    5. Februar 2018, 16:08
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    Deutschland kritisiert Anerkennung von Siedlung im Westjordanland

    Jerusalem/Berlin – Ein palästinensischer Angreifer hat am Montag im Westjordanland einen Israeli tödlich mit einem Messer verletzt. Nach Angaben des Rettungsdienstes Zaka wurde der etwa 40 Jahre alte Mann in der Nähe der Siedlerstadt Ariel attackiert. Die israelische Armee teilte mit, ein Offizier habe den Angreifer mit einem Auto verfolgt und ihn gerammt.

    Dennoch konnte der Palästinenser entkommen. Israelische Soldaten durchsuchten die Umgebung nach dem Täter. Seit die USA Jerusalem Anfang Dezember als israelische Hauptstadt anerkannt hatten, kam es in den Palästinensergebieten zu Unruhen. Seitdem hatte sich die Lage aber weitgehend wieder beruhigt.

    "Äußerst besorgniserregend"

    Die deutsche Bundesregierung kritisierte unterdessen die offizielle Genehmigung einer jüdischen Siedlung im Westjordanland. "Das finden wir äußerst besorgniserregend", sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes am Montag in Berlin zu der Legalisierung des Außenpostens Havat Gilad. "Damit wird per Kabinettsbeschluss eine neue israelische Siedlung geschaffen auf privatem, palästinensischen Land", sagte er weiter. "Wir rufen beide Seiten dazu auf, in dieser schwierigen Phase für den Nahost-Friedensprozess einseitige Schritte zu unterlassen."

    Die israelische Regierung hatte am Sonntag als Reaktion auf den Mord an einen Rabbiner aus dem Ort Havat Gilad als Siedlung rückwirkend genehmigt. Vertreter der Palästinenser verurteilten den Schritt. Am 9. Jänner war ein Rabbiner der Siedlung, in der rund 50 Familien leben, aus einem Auto heraus erschossen worden. (APA, 5.2.2018)

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