Italienische Journalistinnen unterzeichneten #MeToo-Manifest

    5. Februar 2018, 14:57
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    Mehrere bekannte TV-Moderatorinnen gegen sexuelle Nötigung und Diskriminierung am Arbeitsplatz

    Rom – 130 italienische Journalistinnen, darunter mehrere bekannte TV-Moderatorinnen, haben ein Manifest zur Bekämpfung von sexueller Belästigung und Übergriffen am Arbeitsplatz unterzeichnet. Sie folgen dem Beispiel italienischer Schauspielerinnen.

    "Ein tiefer Wandel ist in jedem Bereich unserer Gesellschaft notwendig", betonten die Journalistinnen, zu denen bekannte Moderatorinnen der öffentlich-rechtlichen TV-Anstalt sowie Kommentatorinnen angesehener Tageszeitungen zählen. Sie kritisierten ein "Kultursystem, das Frauen diskriminiert, beleidigt und benachteiligt". Sexuelle Nötigung sei lediglich die "brutale Spitze eines Eisbergs". Gehaltsunterschiede zwischen Männern und Frauen sowie Hürden bei der Karriere seien allgegenwärtig.

    Die Journalistinnen wollen sich für eine Berichterstattung einsetzen, die Frauen gegenüber respektvoller sei. Sie kritisierten auch die Männerdomänen in den Schlüsselpositionen der Medienindustrie. Ein ähnliches Manifest hatten vergangene Woche 124 Schauspielerinnen, Autorinnen, Regisseurinnen und andere Frauen aus der Unterhaltungsindustrie unterzeichnet. (APA, 5.2.2018)

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