US-Modeverband will sexuelle Übergriffe bei Fashion Week verhindern

    5. Februar 2018, 09:44
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    Empfehlungen an Branchenvertreter fordern Anzeige möglicher Zwischenfälle bei Show in New York

    New York – Wenige Tage vor Beginn der New Yorker Fashion Week hat der US-Verband der Modedesigner (CFDA) Empfehlungen zur Verhinderung von sexuellen Übergriffen herausgegeben. In einem am Freitag veröffentlichten Schreiben von Verbandspräsidentin Diane Von Furstenberg an BranchenvertreterInnen werden verschiedene Vorsichtsmaßnahmen angeregt.

    Zuletzt waren mehrere große Modefotografen mit Missbrauchsvorwürfen konfrontiert worden. Unter den Adressaten der CFDA-Handreichung waren Designer, Fotografen und Produzenten von Modeschauen. Diese sollten beispielsweise Bereiche bereitstellen, wo Models sich "vor Blicken geschützt" umziehen können, hieß es in dem Papier. Wer sich "auf die eine oder andere Weise bedroht oder in Gefahr fühlt", solle sich bei der New Yorker Polizei oder bei der Interessenvertretung "The Model Alliance" melden.

    Aufgekündigte Zusammenarbeit

    Das derzeitige Klima werde von "mutigen Frauen und Männern und deren Enthüllungen" geprägt, erklärte Von Furstenberg in einem Begleitbrief zu den Empfehlungen. In jüngster Zeit hatten Missbrauchsvorwürfe gegen Prominente aus Politik und Unterhaltungsbranche in den USA für Aufsehen gesorgt. Auch die Modebranche wurde von Skandalen erfasst. Den berühmten Fotografen Terry Richardson, Bruce Weber und Mario Testino werden sexuelle Übergriffe vorgeworfen. Die Zeitschriften "Vogue" und "Vanity Fair" kündigten daraufhin die Zusammenarbeit mit den Fotografen. Die Fashion Week beginnt nächste Woche in New York. (APA, AFP, 5.2.2018)

    • Bei Modeschauen sollen es künftig geschützte Bereiche geben, in denen sich die Models umziehen können.
      foto: reuters/brendan mcdermid

      Bei Modeschauen sollen es künftig geschützte Bereiche geben, in denen sich die Models umziehen können.

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