EU legt Strategiepapier zu Beitritt der Westbalkanländer vor

    4. Februar 2018, 09:15
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    Unter anderem könnte die EU bis 2025 um Serbien und Montenegro erweitert werden

    Brüssel – Die EU-Kommission in Brüssel will den EU-Beitritt der sechs Westbalkan-Staaten nach Informationen der "Welt" maßgeblich beschleunigen. "Eine EU-Mitgliedschaft der Westbalkan-Staaten ist im politischen, sicherheitspolitischen und wirtschaftlichen Interesse der Union", schreibe die EU-Kommission in ihrem Dokument, das der Zeitung vorliegt.

    Bei den sechs Westbalkan-Staaten geht es um Serbien, Montenegro, Mazedonien, Bosnien-Herzegowina, Albanien und den Kosovo. Serbien und Montenegro könnten aus Sicht der EU-Kommission bereits 2025 der Europäischen Union beitreten. "Mit einem starken politischen Willen, der Umsetzung von Reformen und der noch ausstehenden Lösung von Streitigkeiten mit Nachbarn sollten Montenegro und Serbien bis 2025 für eine Mitgliedschaft bereit sein", heißt es demnach in dem Dokument, das am Dienstag in Straßburg vorgelegt werden soll.

    "Historisch günstig"

    Es gebe derzeit für die Westbalkan-Länder "eine historisch günstige Gelegenheit", ihre Zukunft fest und unwiderruflich an die EU zu binden. Allerdings müssten umfangreiche Reformen durchgeführt und das Reformtempo beschleunigt werden. Konkret fordere die Kommission etwa ein "umfassendes, rechtlich bindendes Normalisierungsabkommen zwischen Serbien und Kosovo".

    Bereits Mitte Jänner hatte EU-Erweiterungskommissar Johannes Hahn im Interview mit der APA erklärt, dass er die nächste EU-Erweiterung bis 2025 machbar halte und dabei Serbien und Montenegro als Kandidatenländer genannt. Am 6. Februar wolle er die neue Erweiterungsstrategie der EU-Kommission vorlegen, ließ er damals wissen. (APA, 4.2.2018)

    • Laut dem EU-Erweiterungskommissar Johannes "Gio" Hahn würde die Erweiterungsstrategie am 6. Februar der Kommission vorgelegt
      foto: afp/european commission/ryad

      Laut dem EU-Erweiterungskommissar Johannes "Gio" Hahn würde die Erweiterungsstrategie am 6. Februar der Kommission vorgelegt

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